Nächste Entwicklungsstufe für Wasserstoff-Antrieb: BMW Group Werk Steyr treibt Industrialisierung voran.

BMW iX5 Hydrogen erreicht nächste Entwicklungsstufe auf dem Weg zur Serie – BMW Group Werk Steyr übernimmt wichtige Rolle bei Entwicklung und zukünftiger Produktion der Brennstoffzellensysteme der dritten Generation – Umbau der Produktionsflächen läuft planmäßig.


Die BMW Group erreicht mit ihrem Wasserstoffantrieb die nächste Entwicklungsstufe auf dem Weg zur Serie. Während aktuelle Prototypen des BMW iX5 Hydrogen ein umfassendes Erprobungsprogramm durchlaufen, startet das Brennstoffzellensystem der dritten Generation in eine neue Prototypenbauphase. Gleichzeitig beginnt im BMW Group Werk Steyr der nächste Schritt Richtung Industrialisierung: Prüfstände, Produktionsanlagen und künftige Serienprozesse für das Brennstoffzellensystem werden vorbereitet.

Entwicklung und Produktion unter einem Dach

Das BMW Group Werk Steyr vereint Entwicklungs- und Produktionskompetenz an einem Standort. Dieser enge Austausch hat bereits zahlreiche Generationen von Dieselmotoren geprägt. Aktuell wird dieses Erfolgsmodell auch auf die Entwicklung und Produktion des ersten Hochleistungs-E-Motors der BMW Group angewendet. Und es bildet nun auch die Grundlage für die Industrialisierung der Brennstoffzellentechnologie.

„Die besondere Stärke unseres Standorts liegt im direkten Zusammenspiel von Entwicklung und Produktion. Dieses Erfolgsrezept hat Steyr über Jahrzehnte geprägt und macht uns heute auch zu einem starken Kompetenzzentrum für neue Antriebstechnologien. Genau diese Erfahrung aus Diesel und E-Antrieb bringen wir nun in die Industrialisierung der Wasserstofftechnologie ein“, sagt Helmut Hochsteiner, Leiter E-Antriebsproduktion im BMW Group Werk Steyr.

Brennstoffzellensystem der dritten Generation auf dem Weg zur Serie

Parallel zur Fahrzeugerprobung beginnt die nächste Prototypenbauphase des Brennstoffzellensystems der dritten Generation. Damit erreicht das Projekt einen wichtigen Entwicklungsschritt auf dem Weg zur Serienreife. Im Fokus stehen nun die Absicherung der Technologie, die Finalisierung von Prüfmethoden sowie die Vorbereitung robuster und effizienter Fertigungsprozesse für die spätere Serienproduktion. Die Entwicklung erfolgt standortübergreifend in München und Steyr.

Die neue Generation des Wasserstoff-Antriebssystems wurde gegenüber bisherigen Entwicklungsständen deutlich weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen eine höhere Effizienz, eine kompaktere Bauweise und gesteigerte Leistungsfähigkeit. Diese Eigenschaften werden derzeit auf Prüfständen am Standort Steyr unter unterschiedlichsten Betriebsbedingungen getestet und abgesichert.

„Wir befinden uns aktuell in einer entscheidenden Phase der Industrialisierung. Die Entwicklungsarbeit verlagert sich zunehmend in Richtung Serienabsicherung. Unsere Teams prüfen das System unter extremen Bedingungen und schaffen damit die Voraussetzung für den späteren Serieneinsatz“, sagt Oliver Fürst, Projektleiter Brennstoffzellensystem im Entwicklungszentrum der BMW Group in Steyr.

Neue Prüfstände und laufender Entwicklungsprozess

Für die Entwicklung und zukünftige Produktion der Brennstoffzellensysteme wurden in Steyr bereits erste Prüfstände aufgebaut und Produktionsanlagen adaptiert. Gleichzeitig werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schrittweise auf die neuen Fertigungsumfänge vorbereitet und qualifiziert. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die weitere Industrialisierung ein.

Im Entwicklungszentrum Steyr übernehmen die Teams zunehmend Prüfmethoden und Prozesse aus dem Kompetenzzentrum für Wasserstoff in München und entwickeln diese für die Anforderungen der späteren Serienproduktion weiter. Ziel ist es, robuste Prüf- und Fertigungsprozesse für die künftige industrielle Herstellung abzusichern.

Produktionsfläche wird für Wasserstoff-Antriebe umgebaut

Auch in der Produktion laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die zukünftige Fertigung der Brennstoffzellensysteme entsteht auf einer Fläche, die bislang für die Montage von V8-Ottomotoren genutzt wurde. Das Fertigungskonzept wird für die neue Technologie grundlegend angepasst.

Das Werk setzt auf eine adaptive Hightech-Fertigung mit hoher Flexibilität, umfangreicher Prozesskompetenz und qualifizierten Beschäftigten. Parallel zum Umbau werden die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kompetenzzentrum in München für die neuen Produktionsabläufe geschult.

„Die Transformation unserer Produktionsflächen zeigt beispielhaft, wie sich das BMW Group Werk Steyr kontinuierlich weiterentwickelt. Wir schaffen die Voraussetzungen für eine hochmoderne Fertigungstechnologie und bauen gleichzeitig auf das Knowhow unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf“, sagt Niklas Berberich, Leiter der Montage Brennstoffzellensystem im BMW Group Werk Steyr.


Wasserstoff ergänzt batterieelektrische Antriebe

Mit dem BMW iX5 Hydrogen verfolgt die BMW Group ihren technologieoffenen Ansatz konsequent weiter. Wasserstoff ergänzt batterieelektrische Fahrzeuge insbesondere dort, wo hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten und hohe Einsatzflexibilität gefragt sind. Die aktuelle Erprobung bestätigt das Zusammenspiel von Brennstoffzellensystem, Elektromotor, Hochvoltbatterie und Wasserstoffspeicher als Grundlage für die weitere Entwicklung des ersten Wasserstoff-Serienfahrzeugs der BMW Group.

 
Fakten auf einen Blick

Was: Industrialisierung des Brennstoffzellensystems der dritten Generation
Wo: BMW Group Werk Steyr, Oberösterreich
Aktueller Status: Fahrzeugerprobung läuft, neue Prototypenbauphase gestartet
Produktionsvorbereitung: Prüfstände, Produktionsanlagen-Umbau und Schulungen bereits angelaufen


Fotos © BMW Group

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