
Umfrage zu Neuwahlen und die Sonntagsfrage
Das Getue um Volksabstimmung, bzw. Volksbefragung entlarvt den Unwillen der Bundesregierung, den tatsächlichen Willen, die aktuellen und drängenden Wünsche der Bürger abzufragen. Das enttäuscht natürlich.
Die internen Querelen der SPÖ machen auch kein gutes Bild. All das nutzt natürlich der Opposition, und hier in erster Linie der FPÖ.
In der Ja-/Nein-Umfrage zum Wunsch nach Neuwahlen des Nationalrats gibt es einen signifikanten Sprung in Richtung „Ja zu Neuwahlen“. Kein Jahr nach der Angelobung dieser Bundesregierung wünscht sich eine wachsende Mehrheit der Bürger Neuwahlen.
Das Resultat dazu haben wir wieder nach den Parteipräferenzen bei der Sonntagsfrage aufgeschlüsselt.
Nach wie vor: Herr und Frau Österreicher sind sauer!
Die Ergebnisse der „Sonntagsfrage“ Nationalrat:

Bereinigte Ergebnisse der „Sonntagsfrage“ Nationalrat:

Ergebnisse zur Umfrage „Neuwahlen?“:

* Onlineumfrage Sonntagsfrage von 16.02.2026, 00:00 bis 19.03.2026, 08:00. Befragt wurden 2000 wahlberechtigte, politisch interessierte und laut Eigenauskunft auch informierte Bürger aus allen Bundesländern im Alter von 16 bis 89 Jahren bei 1773 Rückmeldungen bei der mit der Sonntagsfrage gekoppelten Umfrage zur Neuwahl.
Es handelt sich hier ausschließlich um „Rohzahlen“ und nicht um „Hochrechnungen“.
Unter „Andere“ fallen Stimmen für Kleinparteien unter 1%, bzw. die nicht bundesweit zur Nationalratswahl antreten.
Unter „Ungültig“/„Keine Angaben“ fallen Mehrfachstimmen, sowie „leere Stimmzettel“.
Die Umfragen folgen nicht den Vorgaben des im Zusammenhang mit politischen Umfragen oft zitierten Verbandes der Markt- und Meinungsforschungsinstitute Österreichs (VdMI), dessen diesbezügliche Richtlinien wir als nicht zielführend ansehen und dem wir natürlich auch nicht angehören, da wir weder ein entsprechendes Institut sind, noch Umfragen im Auftrag Dritter, oder zu gewerblichen Zwecken (zum Verkauf) erstellen.
Daten und Graphiken © Gazette Oesterreich
Standardisierte Nachricht „Nur knappe 40% für Neuwahlen“
https://www.heute.at/s/politiker-haben-mieseres-image-als-prostituierte-21936498
Die Herrschaft der Narzissten – Warum die Politik systematisch die Falschen anzieht
Politiker genießen in westlichen Demokratien seit Jahren ein miserables Ansehen. Der österreichische Publizist Christian Ortner verwies einmal auf Umfragen, in denen Politiker im Vertrauensranking hinter Berufsgruppen rangierten, die gesellschaftlich selbst stark stigmatisiert sind. Die Pointe ist verletzend – aber sie verweist auf ein strukturelles Problem.
Warum gilt ausgerechnet jene Berufsgruppe als moralisch fragwürdig, die über Gesetze, Steuern, Krieg und Frieden entscheidet?
Die Antwort lautet: „Weil sie korrupt sind.“ Und: weil das System jene anzieht, die Macht wollen – und jene verdrängt, die Wahrheit suchen.
1. Platons Warnung: Wer Macht begehrt, ist ungeeignet
Platon formulierte in der Politeia eine bis heute radikale These: Regieren sollten die Philosophen – gerade weil sie nicht regieren wollen. Wer nach Wahrheit strebt, sucht Erkenntnis, nicht Herrschaft. Wer nach Herrschaft strebt, sucht nicht Wahrheit, sondern Durchsetzung.
Sein Lehrer Sokrates wurde von der athenischen Demokratie hingerichtet – ein früher Beleg dafür, dass politische Systeme mit unbequemer Reflexion schlecht umgehen. Und Aristoteles analysierte nüchtern, dass jede Staatsform in ihre pervertierte Variante kippen könne. Demokratie degeneriere zur Demagogie.
Was die Griechen erkannten:
Politik selektiert nicht automatisch Weisheit. Sie selektiert Durchsetzungsfähigkeit.
2. Die moderne Demokratie als Narzissmus-Verstärker
Die heutige Politik ist kein philosophisches Forum, sondern ein permanenter Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Wer erfolgreich sein will, braucht:
Überdurchschnittliche Selbstüberzeugung
Hohes Bedürfnis nach öffentlicher Bestätigung
Dominanzverhalten
Geringe Hemmung zur Selbstdarstellung
Strategische Kälte
Psychologische Forschung zeigt seit Jahren, dass Führungspositionen überproportional häufig von Personen mit ausgeprägtem narzisstischem Charakter angestrebt werden. Narzissmus, eine Persönlichkeitsstörung, impliziert Grandiosität, Anspruchsdenken und Empfindlichkeit gegenüber Kritik und findet sich in Eliten signifikant häufiger als im Bevölkerungsdurchschnitt und gehört selbstverständlich psychotherapiert!
Wer überzeugt ist, außergewöhnlich zu sein, bewirbt sich eher um außergewöhnliche Macht und diese macht wird hemmungslos missbraucht – der “Gust” steht auch wieder vor Gericht!
Der selbstkritische Intellektuelle hingegen fragt sich:
„Bin ich kompetent genug?“
Der narzisstisch Strukturierte fragt sich:
„Wer, wenn nicht ich?“
Im Wahlkampf gewinnt Letzterer.
3. Die Vertreibung der Denker
Moderne Parteien funktionieren wie Organisationen mit klarer Loyalitätsstruktur. Aufstieg erfordert:
Anpassungsfähigkeit
Fraktionsdisziplin
taktische Sprachregelungen
die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte in Parolen zu verwandeln
Der genuine Denker aber lebt von Ambivalenz. Er differenziert, relativiert, problematisiert. Genau das wirkt im politischen Raum wie Schwäche.
So entsteht eine paradoxe Dynamik:
Wer Zweifel äußert, verliert Gefolgschaft.
Wer Komplexität erklärt, verliert Aufmerksamkeit.
Wer moralisch abwägt, verliert moralische Eindeutigkeit.
Die intellektuelle Redlichkeit wird zum Karrierenachteil.
4. Öffentlichkeit als Enthemmungsraum
Soziale Medien haben diese Entwicklung radikalisiert. Politik ist heute performativ. Das Amt ist Bühne, der Diskurs ist nur in eine Richtung – in die Eigene – erwünscht, die Empörung ist Reichweitenstrategie.
Der antike Philosoph suchte Wahrheit im Dialog.
Der moderne Politiker sucht Klickzahlen zur Suchtbefriedigung.
Selbstinszenierung ist kein Nebenprodukt mehr – sie ist Kernkompetenz.
Wer intrinsisch nach Bewunderung strebt, findet hier ein ideales Biotop.
5. Demokratietheoretische Ernüchterung
Man muss allerdings einen entscheidenden Punkt anerkennen: Demokratie ist nicht darauf ausgelegt, die Klügsten zu küren. Der Demos – das Volk – ist eben durchschnittlich nicht gerade als intellektuell zu bezeichnen.
Sie ist ein Mechanismus zur Schadensminimierung, kein Auswahlverfahren für Weise.
Das erklärt auch das strukturelle Misstrauen: Politik ist der Ort notwendiger Kompromisse. Kompromisse sehen von außen wie Verrat aus. Moralische Reinheit ist in der Theorie möglich – in der Regierung nicht.
Die Enttäuschung ist also systemisch eingebaut.
6. Es ist eine „Negativauslese“!
Der Begriff ist provokant – aber er verweist auf eine reale Selektionslogik:
Hohe moralische Skrupel → Rückzug
Hohe Selbstzweifel → Selbstbegrenzung
Hohe Sensibilität → politischer Verschleiß
Während:
Hohe Selbstüberzeugung → Kandidatur
Hohe Konfliktbereitschaft → Sichtbarkeit
Hohe Selbstdarstellung → Medienerfolg
Das System ist kein Test auf Weisheit, sondern ein Test auf Durchhaltefähigkeit im Machtkampf.
7. Die unbequeme Gegenfrage
Vielleicht lautet die eigentliche Diagnose nicht:
„Die Politik wird von Narzissten dominiert.“
Sondern:
„Die Intellektuellen haben das Feld geräumt.“
Solange reflektierte, unabhängige Geister Politik als schmutzig meiden, bleibt sie jenen überlassen, die mit moralischer Ambivalenz besser leben können – oder sie gar nicht empfinden.
Platon wusste:
Das größte Problem ist nicht, dass Ungeeignete regieren wollen.
Das größte Problem ist, dass Geeignete nicht regieren wollen.
Es gibt keine charakterfesten Politiker – sie wechseln ihre Meinung wie Windeln bei Babies –
Es war einmal ein Grüner Obergescheiter, der wollte das Bundesheer abschaffen!
Heute ist er wieder ein Obergescheiter, heute will er das Bundesheer aufrüsten!
Seine Obergescheite Lebensabschnittspartnerin demonstrierte einst militant gegen den Opernball
Heute ist sie ganz obergescheit in der Nobelloge des Opernballs.
Und wenn ich mir so anhöre wie man heute wieder ruft: wollt ihr total aufgerüstet werden, so total, dass sich der Russe fürchten muss und dann schreien alle laut und begeistert: JAAAA – dann werden historische Ereignisse erst verständlich.
„Was kümmert mich meine Meinung von gestern“ – der politische Imperativ unserer nazistischen Politkaste!
https://www.snf.ch/de/U5IntoA12HuPVvhN/news/wenn-charakterzuege-von-politikern-und-politikerinnen-die-demokratie-gefaehrden
Es gibt viele Denker, die sich dem Thema „Elite und Masse“ gewidmet haben – sehr gut dazu:
https://www.achgut.com/artikel/der_friedhof_der_eliten
Seit Vilfredo Paretos „Trattato di Sociologia Generale“ weiß man, sofern man es wissen will, dass Demokratie eine Herrschaft von Eliten ist, die nach geordnetem Verfahren zirkulieren. Keine Elite ist von Dauer, jede verschwindet nach einer gewissen Zeit. Die „herrschende Klasse“ wird immer wieder von Emporkömmlingen aus den unteren Klassen abgelöst. Die Geschichte ist, wie Pareto sagt, ein „Friedhof der Eliten“. Infolge der stetigen Zirkulation befinden sich Eliten in andauernder, manchmal rascher, manchmal langsamer Transformation. Sie gleitet „wie ein Strom dahin, der heute anders ist, als er gestern war. Ab und an beobachtet man plötzliche und heftige Störungen, wie wenn ein Strom über die Ufer tritt, und danach beginnt die neue herrschende Klasse sich ihrerseits zu wandeln: der Strom, in sein Bett zurückgekehrt, fließt von neuem gleichmäßig dahin.“ Revolutionen ereignen sich nur, wenn Eliten zu lange an der Macht festhalten und sich nicht erneuern.
Für Autofahren zwingend Führerschein ,für Wahlen oft gar nichts(Briefwahl).
10 Kronen war sicher besser.
Das ist genau so eine, die auf Ihren Kommentar passt:
Der narzisstisch Strukturierte fragt sich:
„Wer, wenn nicht ich?“
https://www.msn.com/de-at/nachrichten/news/meinl-reisinger-schl%C3%A4gt-ukraine-graduellen-eu-beitritt-vor/ar-AA1WJF8R?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=69982f97194440f8beff7f24d3fd6f30&cvpid=b1c887eaa5774ddda10e53d76753791b&ei=41
Mein Geld stiehlt diese Dame, die ich auch noch dafür bezahle!!!! Schluß mit der Alimentierung dieser korrupten Bande in der Ukraine, die lachen doch nur über soviel Naivität!