Alles Gute Österreich – „Bauchfleck für Kanzler“

Heute beschäftigen wir uns mit einem politischen Déjà-vu der besonderen Art: Plötzlich soll die Bevölkerung über die Zukunft der Wehrpflicht entscheiden – dank einer Ankündigung von Bundeskanzler Christian Stocker. Und das, nachdem Experten aus der Wehrdienstkommission nach „8 + 2“-Wehrdienstmodell und Zivildienst-Debatte eigentlich eine klare politische Entscheidung erwartet hatten.
Im Artikel berichten „Expert*innen“, dass eine Volksbefragung den Zeitplan für die Heeresreform erheblich verzögern könnte – und dass die Kommission selbst davon überrascht wurde. Stocker hingegen sagt, eine Beteiligung der Bevölkerung gehöre dazu, weil sich die Menschen „zu wenig gehört fühlen“.
In diesem Clip aus unserem 0punkt-Livestream machen wir uns satirisch darüber lustig:
* Wie man plötzlich ganz demokratisch entscheiden will, was „Expert*innen“ vorher monatelang erarbeitet haben.
* Warum die Politik immer wieder Volksbefragungen als Ausrede fürs Nicht-Entscheiden nutzt.
* Und ob es in diesem Land vielleicht doch mehr um Verzögerung als um Entscheidung geht – während die Politik sagt: „Jetzt hören wir euch!“
Wir fragen euch: Ist das echte Bürgerbeteiligung – oder ein genialer Trick, um Verantwortung loszuwerden und sich vor Entscheidungen zu drücken?
Ab in die Kommentare!
Was denkt ihr: Volksbefragung – echte Demokratie oder politisches Ablenkungsmanöver?



MERCH-SHOP


Titel-/Vorschaubild: 0punkt

Please follow and like us:

2 thoughts on “Alles Gute Österreich – „Bauchfleck für Kanzler“

  1. Welche Auftrag hat das Bundesheer zu erfüllen?

    https://ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1930/1/A79/NOR40045797

    Egal ob der Wehrdienst verlängert wird oder nicht, eine echte Verteidigung (robust) wird ohnehin nicht erreichbar werden – die Grenze schützen ja – illegale Migranten dürfen aber ohnehin nicht abgehalten werden, österreichisches Staatsgebiet zu betreten.

    Warum wird keine echte Verteidigung möglich sein?
    1. mit der Weicheier-Handygeneration gehen physische und psychische Kampfbelastungen sicherlich nicht! Da bräuchte jeder Soldat einen Psychologen – siehe Schule.
    2. Eine einsatznahe Ausbildung mit verbeamteten Strukturen ist auch nicht möglich – wer bezahlt die Überstunden bei unbedingt notwendigen Nachtübungen, TÜPL-Verlegungen?
    3. Laut den Studien von van Crefeld ist ein Heer mit gemischtem Frauen/Männeranteilen ohnehin kampfgeschwächt (siehe seine Bücher – „Wir Weicheier“ und „Frauen und Krieg“)
    4. Gleichheitsgrundsatz!!! Frauen und Männer sind laut Verfassung gleich, d.h. auch Frauen müssen Zivildienst leisten (was nur gerecht ist – können Frauen doch derzeit 5 Jahre früher in Pension gehen und leben statistisch auch 5 Jahre länger)
    5. – und das ist ganz entscheidend – das Gefechtsgeschehen hat sich grundlegend geändert (Erfahrungen Ukrainekrieg)! Der einfache Soldat ist doch, auch bei einem Jahr Wehrdienst, nicht in der Lage sich auf die neuen Bedrohungen (Drohnen, elektronische Aufklärung etc.) einzustellen!

    Derzeit gibt es etwa 3.000 bis maximal(!) 4.000 kampffähige Soldaten im ÖBH, bei einer Stärke von etwa 40.000 Soldaten (das ganze Heer passt ins Ernst Happel Stadion) – das wird auch so bleiben, denn die Systemsoldaten (Nachschub, Instandhaltung, Operettensoldaten der Garde, Militärmusik etc.) werden auch weiter nicht zu robusten Kampfsoldaten werden.

    So schauts aus beim Heer derzeit:
    Das österreichische Bundesheer hat eine Struktur, die stark zwischen dem täglichen „Friedensbetrieb“ und der theoretischen „Einsatzstärke“ unterscheidet. Man muss man zwischen dem reinen Personalstand und der tatsächlichen Kampfkraft trennen.
    Aktueller Stand (2025/2026):
    1. Die Gesamtzahlen (Das „Papier-Heer“)
    Das Bundesheer verfügt über ca. 21.800 Planstellen (Vollzeitäquivalente). Davon entfallen:
    * Berufssoldaten & Zeitsoldaten: ca. 14.000 bis 15.000 Personen.
    * Grundwehrdiener: ca. 6.000 bis 8.000 (fluktuierend, da sie nur 6 Monate dienen).
    * Zivilbedienstete: ca. 7.000 bis 8.000 (Verwaltung, Werkstätten, Köche etc.).
    * Miliz (Reserve): Theoretisch ca. 25.000 bis 30.000 beorderte Soldaten, die im Ernstfall mobilisiert werden.
    2. Die „echten“ Kampfsoldaten
    Wenn man nach Soldaten fragst, die keine administrativen Aufgaben haben und deren Hauptaufgabe das Kämpfen (Infantry, Panzer, Spezialeinsatzkräfte) ist, schrumpft die Zahl massiv zusammen.
    Man teilt diese in die Kaderpräsenzeinheiten (KPE) ein – das sind die Soldaten, die voll ausgebildet, sofort einsatzbereit und meist für Auslandseinsätze vorgesehen sind.
    | Spezialeinsatzkräfte | ca. 500 – 800 | Hauptsächlich das Jagdkommando (plus Unterstützung). |
    | Kaderpräsenzeinheiten | ca. 2.500 – 3.500 | Die „Berufssoldaten-Truppe“ (z. B. Jägerbataillon 25), die ständig trainiert und bereit ist. |
    | Kampftruppe (Kern) | ca. 6.000 – 8.000 | Soldaten in Kampfverbänden (Jäger, Pioniere, Panzer), abzüglich der Verwaltung in den Kasernen. |
    Das Fazit zur Kampfkraft:
    Von den rund 14.000 aktiven Berufssoldaten sind nur etwa ein Drittel bis die Hälfte tatsächlich „an der Waffe“ in einer Kampfkompanie tätig. Der Rest arbeitet in der Logistik, Instandhaltung, Sanität, IT, Ausbildung oder in den Ministerien/Ämtern.
    Wenn man nur die Soldaten zählt, die sofort und ohne Vorbereitung als geschlossene Kampfeinheit wirken können, landet man bei einer Zahl von etwa 3.000 bis 5.000 Mann.
    3. Warum ist das so? (Das „Tail-to-Teeth“-Verhältnis)
    In modernen Armeen ist das Verhältnis von Unterstützern (Tail) zu Kämpfern (Teeth) oft sehr hoch (oft 4:1 oder höher). In Österreich ist dieses Verhältnis durch folgende Faktoren besonders extrem:
    * Veraltete Strukturen: Viele Ressourcen fließen in die Erhaltung von Kasernen und Verwaltung.
    * Milizsystem: Das Heer ist darauf ausgelegt, im Ernstfall Zehntausende Reservisten aufzunehmen. Um diese zu verwalten und auszurüsten, braucht es im Frieden viel „Verwaltungs-Wasserkopf“.
    * Assistenzeinsätze: Viele Soldaten sind im Grenzschutz oder bei Katastrophenhilfe gebunden, was zwar eine militärische Leistung ist, sie aber in dieser Zeit nicht für den klassischen Kampf trainieren lässt.
    Zusammenfassung
    Wenn es morgen zum Ernstfall käme, könnte Österreich etwa 3.000 bis 4.000 hochprofessionelle Kampfsoldaten (KPE & Jagdkommando) sofort in den Einsatz schicken. Alles darüber hinaus müsste erst durch die Einberufung der Miliz und das „Auffüllen“ von Verbänden mühsam mobilisiert werden.

  2. Ein Jahr Dienst für das Vaterland für Burschen und Mädchen gleichermaßen! Entweder als Soldaten und Soldatinnen zum Schutz der eigenen Bevölkerung im Inland gegen feindliche Invasoren und
    aufständische Migranten oder im Zivildienst wie bisher.
    Gleiches Pensionsantrittsalter für Männer und Frauen mit Ausnahme von Müttern mit Zeitnachlass pro Kind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert