Jäger und Gejagte – Die heimische Jagdgesellschaft

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Geschätzte Damen und Herren, daß das Waidwerk in Österreich bisweilen schreckliche Blüten treibt, wissen wir spätestens seit der zwei Tötungen im Mühlviertel. Dabei ist die Jagd, das Hegen und Pflegen, das fachgerechte Beobachten und das waidgerechte Entnehmen von Wild eine sehr nützliche und notwendige Sache. Allen Unkenrufen zum Trotz: Es ist so!
Doch ist die Jagd auch mehr. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen. Dem unseligen Schicklgruber war sie ein Gräuel und er verfluchte sie als „grüne Freimaurerei“. Doch neben der „Jagerei“ an der frischen Luft, bei der sich vom kleinen Nebenerwerbslandwirt bis zum hochwohlgeborenen Gutsherrn oder Großindustriellen, oder Vertretern der hohen und hochnäsigen Politik ein Stelldichein geben, gibt es auch die weniger mit Loden oder Goretex, mit Pulverschmauch und Beutebruch verbundene Jagd der Politik. Diese Jagd der hohen, doch oft niederträchtigen Politik, mit falschen Anschuldigungen, statt geraden Schüssen ausgeführt, beschäftigte uns in den vergangenen Tagen und Wochen und Monaten, ohne daß wir danach gefragt hätten.

Schorsch Dornauer (SPÖ): „Tirol isch lei anders!“ Als zum Wochenstart das Bild vom Tiroler Sozi mit dem Rekord-Pleitier Benkö die mediale Runde machte, war es schon klar, was passieren würde: Feuer frei auf Dornauer! Das Bild vom feschen Schorsch mit Beutebruch am Hut, seiner Hand am Geweih des frisch erlegten Tiers und dem daneben in die Kamera grinsenden Benkö hat ja auch Potential. Benkö, dem noch vor zwei Jahren die Polit-Schickeria die Türen einrannte, hat in der Tat ein wenig an Strahlkraft eingebüßt. Wer mit ihm auf einem aktuellen Foto auftaucht, sollte eine gute Erklärung dafür haben. Nachdem Schorsch Dornauer eben diese nicht hatte, und man sich im Umkreis des Andreas Babler freute, wie ein Schnitzerl, daß man nun gegen den beliebten Tiroler Roten etwas in der Hand hat, dauerte es auch nicht mehr lange… Und der gute Schorsch Dornauer war Geschichte…

Andi „großer Vorsitzender“ Babler: Keine Erinnerung an sein Jagdglück und seine waidmännischen Aktivitäten hat der Held und Befreier der werktätigen (und untätigen) Massen, Andreas Babler. Er, der Inhaber der großen marxistischen Weisheiten, ein echter Macher, der weiland mit seinem Elan die Oktoberrevolution schon im September über die Bühne gebracht hätte, war ja eher peinlich berührt, als man ihn direkt auf seine Jagerei ansprach. Und als man ihn nach seinen Jagderfolgen konkreter fragte, ob er einmal ein Reh, oder einen Hirschen geschossen hätte, folgte er den bewährten Praktiken seines deutschen Genossen Olaf Scholz und erinnerte sich nicht mehr. Daß dies seiner Glaubwürdigkeit nicht übertrieben zuträglich ist, sei einmal dahingestellt. Das macht allerdings nichts. Schließlich hat sich dieser Mann auch schon als Marxist bezeichnet, dann aber genau das Gegenteilige behauptet. Und wenn man ihm länger und genauer zuhört (was kein Vergnügen ist) bemerkt man, daß er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Schriften Karl Marx‘ entweder nicht gelesen oder nicht verstanden hat. Vielleicht auch beides.


Herbert „Gottseibeiuns“ Kickl: Noch bevor der bekannte und beliebte ÖVP-Bundessympathiebeauftragte Andreas Hanger durch ein (für ihn) ungeschicktes Wahlergebnis aus dem Amt gespült wurde, hat er noch ein kleines Ei gelegt. Dieses kleine Ei entspricht in etwa dem Geistesblitz, der Menschen einfährt, die kurz bevor sie einen Fahrstuhl verlassen, sich noch einer Flatulenz entledigen. In anderen Worten: Es bleibt ein unangenehmer Gestank, dessen Urheber sich schon entfernt hat. Aus der mehr als fragwürdigen Befragung von Herbert Kickl vor dem U-Ausschuß will der gute Herr Hanger genügend Belege dafür gezogen haben, um den blauen Angstgegner bei der als rot-grüner Tummelplatz verschrienen WKStA wegen Falschaussage anzuzeigen. Das tat Hanger auch. In Ermangelung einer intellektuellen und argumentativen Bewaffnung greift man eben auf den uneleganten Weg der juristischen Anpatzerei zurück. Es ist direkt ungustiös, wenn man als Bürger zusehen muß, mit welchen Mitteln man sich gegen den politischen Mitbewerber „zur Wehr setzt“, dessen größtes Verbrechen es offensichtlich ist, daß er der ÖVP regelmäßig schwere Verluste zufügt. Herauskommen wird natürlich nichts bei dieser Schlammschlacht. Und das weiß Hanger mit Sicherheit, genauso wie die Verantwortlichen in der ÖVP. Aber man kann den Chef der Blauen die nächsten Monate und Jahre als „Beschuldigten“ oder „Verdächtigen“ bezeichnen. Und auf das läuft es doch im Endeffekt hinaus…

Dr. Walter „Als Volksanwalt war er kein Problem!“ Rosenkranz: Halali wird auch gegen den ehemaligen Volksanwalt und nunmehrigen Nationalratspräsidenten geblasen. Ihm wird so unverhohlen – wenn auch ohne einen einzigen Beweis – Antisemitismus unterstellt, daß sich auch die Granden der IKG, der israelitischen Kultusgemeinde in Person des Vorsitzenden Oskar Deutsch zu Wort meldete und – sehr enttäuschend – den selben Holler an Anwürfen runterbetete, den zuvor die vereinigte Linke, assistiert von den Grünen und ein paar Kommunisten, Leninisten, Marxisten, Trotzkisten, und anderen Schwachmatisten zum Besten gab. Peinlich. Herr Deutsch wäre gut beraten, einen etwas neutraleren Blick auf die gesamte Gemengelage zu werfen und einmal zu überprüfen, wer sich seit Jahren und Jahrzehnten in Taten (nicht nur Worten) für eine Opferentschädigung einsetzte und wer wirklich stets vor dem steigenden und brandgefährlichen Antisemitismus warnt. So ist es auch kein Wunder, daß die gängige Meinung zum blauen Nationalrastpräsidenten unter den jüdischen Österreichern so gar nicht mit den (parteipolitisch motivierten) Wortspenden des Herrn Deutsch übereinstimmen. Faktum ist nun einmal, daß sich Dr. Rosenkranz penibelst an den Buchstaben des Gesetzes hält, und nicht anzuecken versucht. Fakt ist auch, daß Rosenkranz trotz der offen bekundeten Ablehnung seiner Person die Vertreter der IKG (Israelitische Kultusgemeinde) zu entsprechenden Feierlichkeiten einlud. Daß diese Gelegeheit nicht wahrgenommen wurde, ist die verpasste Chance, Mißverständnisse, Vorurteile und Unwahrheiten endlich zu bereinigen. Ewig schade.
Zum Schluß ein kleines Gedankenexperiment: Aus berufsempörten Kreisen wird ernsthaft gefordert, Dr. Rosenkranz soll an diversen Gedenkfeiern nicht (mehr) teilnehmen. Wie groß, wie laut, wie hysterisch wäre wohl die Reaktion von all den üblichen Verdächtigen, wenn gerade ein Nationalratspräsident der FPÖ sich von solchen Gedenkveranstaltungen (die zudem zu seinen Pflichtveranstaltungen gehören) fernhalten würde…?
Waidmanns Heil!


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PS.: Bei der Erstellung dieses Beitrags kam kein Rotwild zu Schaden.

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One thought on “Jäger und Gejagte – Die heimische Jagdgesellschaft

  1. Ist Benko Jäger? Warum hat der Revier Inhaber es zugelassen wenn Dornauer nicht den Hirsch erlegt hatte das er trotzdem den. Bruch tragen darf? Weidmännisches Fehlverhalten alle 3 Personen auf diesem Bild.

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