
Man hat ein Ziel
Josef Meinrad, eigentlich Josef Moučka, (* 21.4.1913 in Wien; † 18.2.1996 in Großgmain, Salzburg) war ein österreichischer Kammerschauspieler und ab 1959 der Träger des Iffland-Ringes. Er stammte aus bescheidenen Verhältnissen, wollte ursprünglich Priester werden, arbeitete später sieben Jahre lang als Büroangestellter. Noch während seiner Lehrzeit nahm Meinrad Schauspielunterricht und trat erstmals 1930 auf. Engagements am Burgtheater, sowie u.a. bei den Salzburger Festspielen. Nach dem zweiten Weltkrieg unzählige Film- und TV-Rollen. Bekannt für seine Raimund- und Nestroydarstellungen.
Josef Meinrad spielte den „Mann von La Mancha“ im Theater an der Wien. Das Stück war mehr als erfolgreich!
Und täglich fuhr der ebenso erfolgreiche Josef Meinrad mit der Straßenbahn zum Theater und wieder nach Hause. Er gönnte sich auch am späten Abend nach der Vorstellung kein Taxi. Fritz Muliar sprach ihn einmal auf diese an Geiz grenzende Sparsamkeit an: „Sag Pepi, warum tust Du Dir das an, nach jeder Vorstellung mit der Straßenbahn nach Hause zu fahren?“ Meinrad antwortete: „Mit dem, was ich mir dabei erspar, kauf ich mir einen Rolls Royce!“
(Tatsächlich kaufte sich Meinrad später eine der britischen Luxuslimousinen.)
Titel-/Vorschaubild © Wienbibliothek
Und die gefürchtet scharfzüngige Adrienne Geßner kommentierte das mit der Bemerkung: „Seit der Pepi ein Rolls-Royce fährt ist er noch viel bescheidener.“