Nibelungen, Pferde, Hunde und ein Wintermantel

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Leserinnen und Leser!

Willkommen im Narrenhaus! Nehmen Sie Ihre Plätze ein. Geschultes und motiviertes Personal wird sich schon bald um Sie kümmern!
So oder so ähnlich sollte jeder österreichische Staatsbürger täglich begrüßt werden, sobald er aufgestanden ist und den öffentlichen Raum betreten hat. Nicht ohne Grund, denn genügend von der geliebten „Obrigkeit“ gesetzte Handlungen und getätigte Aussagen haben das Potential, an einen Aufenthalt im „Narrenhäus`l“ zu erinnern.

Die unzähligen G-Kombinationen, die unser tägliches Leben regeln sollen und uns vor dem als nahezu sicher dargestellten Corona-Tod retten sollen, sind nicht mehr durchschaubar und noch viel weniger nachvollziehbar. Im Zweifelsfall nimmt man halt immer die groteskere und für den Bürger unangenehmere Variante als Auslegung der Vorschrift an. Dann ist man wahrscheinlich auf der sicheren Seite. Bürgerrechte? Verfassung? Diskriminierungsverbot? Das war alles einmal. Die Bundesregierung agiert mehr als Sachwalter denn als Exekutivorgan einer Volksvertretung.
Und man sehnt sich zurück in sorglosere Zeiten, als man bei 3G wahrscheinlich an die drei Burgunder Gunther, Gernot und Giselher aus der Nibelungensage dachte.

Andere Dinge haben schon nichts mehr mit einer Narretei zu tun. Schließlich beginnt der Fasching erst am 11.11.! Der Umgang mit den Menschen Österreichs im Zuge der gesetzten Corona-Maßnahmen und der noch ein Stück weit zynischere Umgang mit Kritikern dieser Maßnahmen wird stets reicher an diabolischen Facetten. „Hölle ist die Abwesenheit von Vernunft!“ fällt einem dazu nur noch ein. Und das Gehabe der Regierenden und ihrer Fangemeinde wird immer boshafter, selbstgerechter und – es fällt einem kaum ein gelinderer Ausdruck ein – verlogener. Das gezielte Falschzitieren von Maßnahmenkritikern, um diese zu diskreditieren, hatte diese Woche einen neuen Höhepunkt: So hat der blaue Bundesparteiobmann Kickl in einer Pressekonferenz wieder einmal darauf hingewiesen, daß das Thema Impfen der freien Entscheidung eines jeden Bürgers unterliegen soll. Er wies darauf hin, daß jeder Zwang mehr als kontraproduktiv wäre. Zugleich zeigte er allerdings vollkommen schlüssig auf, daß es zusätzlich zur reinen Prophylaxe in Form einer Impfung unbedingt auch Vorstöße im Bereich der Behandlung von Erkrankten benötigt und verwies auf bereits eingesetzte Medikationspakete und Methoden aus der ganzen Welt. Mit dabei bei den von ihm angeführten Medikamenten war wieder Ivermectin. Und darauf schienen die einen oder anderen Schreiberlinge gewartet zu haben. Das Medikament, dessen Wirkstoff vor allem in der Veterinärmedizin eingesetzt wird, wurde wieder zum Aufhänger, um den Oberblauen durch den medialen Kakao zu ziehen. Hätte sich einer der so überheblichen Schmierfinken auch nur 120 Sekunden Recherche gegönnt und einen Wikipediaartikel dazu aufgerufen, wüsste er, daß Herbert Kickl hier Vorschläge macht, die durchaus praktikabel sind und zumindest diskutiert werden sollten. Das Geschreibsel, daß zu dieser Pressekonferenz in die Welt hinausgeblasen wurde, macht den Eindruck, als ob der eine oder andere „Berichterstatter“ Schaum vorm Maul gehabt hätte. Ein peinliches Schauspiel. Es bleibt zu beobachten, ob sich die betreffenden Nebenerwerbssachverständigen auch so aufführen, wenn ihnen irgendwann einmal – das Schicksal möge den Anlaß verhindern – Cortison von einem Arzt verschrieben wird. Schließlich wird auch dieser Wirkstoff (neben unzähligen anderen „Humanmedikamenten“) in der Veterinärmedizin eingesetzt und so manchem Hunderl – beispielsweise mit einer bösen Ohrenentzündung – wurde es schon verschrieben.

Man pendelt derzeit in Gedanken hin und her, ob das neue Corona-Maßnahmen-Regime ein Ausdruck maßloser Inkompetenz oder eiskalter Skrupellosigkeit ist: Die sogenannte vierte Welle, die mit täglich neuen „Infektionszahlen“ durchs Land gepeitscht wird, wird mit Nachdruck nicht bekämpft. Statt endlich die Menschen auf tatsächliche Infektiösität bzw. den Antikörperstatus zu testen und so einen sachlichen und nützlichen Überblick zu erlangen, werden die Grenzen zwischen „gesund“, „gefährlich“, „gefährdet“ oder „genesen“ politisch, also willkürlich und ohne wissenschaftliche Evidenz gezogen. Viel interessanter als ein Eintrag im Impfpaß oder ein Testergebnis wäre doch die Information, ob der betroffene Mensch genügend Antikörper in sich trägt, um eine Infektion abzuwehren und gegebenenfalls eine Infektionskette zu unterbrechen. Das wären wertvolle Daten. Es gibt genügend Menschen, die bereits eine symptomlose Erkrankung hinter sich gebracht haben, mehr Antikörper als ein Geimpfter in sich tragen, aber trotzdem zu einer Impfung gedrängt werden, weil ihnen ihre Erkrankung seinerzeit nicht einmal auffiel, und sie so auch niemals in behördliche Absonderung und entsprechende Erfassung kamen. Man kann den gesamten Vorgang, die gesamte Strategie als Nonsens bezeichnen. Es werden willkürlich Grenzen ohne Bezug zur Realität, zu den Fakten gezogen. Ein Verhalten, als würde man ab dem 15. Oktober zwingend einen Mantel tragen. Man verweigert den Blick aus dem Fenster oder aufs Thermometer! Es ist Oktober! Es ist kalt! Punkt!

Geschätzte Damen und Herren, ärgern sie sich nicht zu viel. Selbst Zeichentrickfabeltiere zeigen ihren Unmut in sozial adäquater Weise. Wenn Sie sich gegängelt, geärgert, belogen oder betrogen fühlen, empfiehlt es sich, dieses Gefühl und die Auslöser auf einen Zettel zu schreiben, den sie sich dann zur nächsten Wahl genauer ansehen, bevor Sie ins Wahllokal gehen.





Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie uns gewogen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!



Fotos:
GIF Einhorn: kotzendes-einhorn.de

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