R.I.P. Sean Connery

Mehr als James Bond

Wie seine Familie an die BBC bekannt gab, verstarb der Schauspieler im Alter von 90 Jahren.



Sir Thomas Sean Connery, wie sein vollständiger Name lautet, war das Kind eines Fernfahrers und einer Reinigungskraft. In einfachsten Verhältnissen in Edinburgh aufgewachsen, verließ er früh die Schule, um seine Eltern finanziell zu unterstützen. So arbeitete er bspw. als Milchmann und Bademeister, bevor er mit 16 Jahren zur Royal Navy ging. Obwohl er sich zu sieben Jahren Dienst verpflichtet hatte, verließ er die Marine nach zweieinhalb Jahren, da er an einem Zwölffingerdarmgeschwür litt.



Neben den unzähligen Hilfsjobs, die er ausübte, arbeitete er auch als Model und betrieb Bodybuilding. So errang er 1950 sogar den dritten Platz beim Mister Universum-Wettbewerb. Über diesen Weg gelangte er auch zu kleineren Rollen in Filmen, blieb aber in der „zweiten Reihe“. Erst mit „James Bond jagt Dr. No“ hatte er seinen Durchbruch als Filmstar. Das Image des „echten James Bond“ haftete ihm nunmehr an. Dies obwohl er unmittelbar nach seinen ersten beiden Bond-Filmen mit Größen wie Gina Lollobrigida (in „Die Strohpuppe“) und Alfred Hitchcock ( in „Marnie“) zusammenarbeitete. Unzählige Filme wären ohne sein Mitwirken schwer vorstellbar.



Die vielleicht besten Filme mit Connery: „Ein Haufen toller Hunde“ (1965), „Der Mann, der König sein wollte“ (1975), „Robin und Marian“ (1976), „Die Brücke von Arnheim“ (1977), „Der große Eisenbahnraub“ (1979), „Der Name der Rose“ (1986), „Die Unbestechlichen“ (1987), „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) und sein letzter Film „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ (2003).



Neben seinem Engagement als Filmschauspieler war Connery stets politisch für die Unabhängigkeit Schottlands aktiv.
Außerdem war Connery ein Förderer von Umweltschutzprojekten.
2000 wurde er in den Adelsstand erhoben.

Er verstarb auf den Bahamas, wo er neben Spanien seine Wohnsitze hatte.

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