Niemand hat die Absicht…

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar

Stellen wir uns vor, es läutet an der Tür. Man geht hin, öffnet dieselbe und erblickt draußen einen Herrn so um die 60. So ein Typ Volksschulhandarbeitslehrer, der Krawatten wirklich nur dann trägt, wenn man ihn mit der Waffe dazu zwingt. Mit milder Stimme, aber vollkommen unangebrachtem Lächeln grüßt er: „Guten Tag, mein Name ist Rudi. Ich bin von den Zeugen Coronas und würde mit Ihnen gerne über das Virus und die Rettung vor dem sicheren Untergang sprechen.“ Man atmet tief durch, denkt sich „Den Typen brauch ich jetzt so dringend wie einen Stein im Schuh!“, aber antwortet höflich: „Tut mir leid, aber da hab ich kein Interesse. Wiederschaun.“ Man schließt die Tür, geht wieder ins Wohnzimmer, oder wo immer man gerade vorher war und macht weiter mit dem, was man eben tat.
Das war jetzt eine schöne kleine Geschichte. Sie war ganz toll, weil sie kurz war und ein Happy End hatte.



Aber das Leben ist weder ein Ponyhof, noch läßt es sich mit einer netten kurzen Geschichte mit Happy End wiedergeben.
Vergangene Woche hatte der Verleger Fellner eine mehr oder weniger amüsante Diskussionsrunde mit Niko Kern, dem Sohn des SPÖ-Ex-Kanzlers, und Johann Gudenus, früherem blauen Klubobmann und ehemaligen Strache-Intimus. Bei dieser Gelegenheit tat Niko Kern etwas, was man wirklich nicht von ihm erwartete: Er sagte etwas Schlaues! Sinngemäß meinte er: Die Bürger haben keine Informationspflicht. Die (großen) Medien sind für die (umfassende und wahrheitsgemäße) Information zuständig, aber tun dies angesichts der zig Millionen „Zuwendungen“ durch die Regierung nicht.



Fakten und Realitäten haben immer einen faden Beigeschmack, sind halb so schön zu lesen wie eine erfundene, übertriebene oder erlogene Story. Trotzdem haben wir uns vergangene Woche durch das Informationsdickicht gekämpft und mit Hilfe namhafter Experten (keine Absolventen von Erste Hilfe-Kursen oder Waldpädagogen, sondern Virologen, Immunologen und Spezialisten im Bereich der Gesundheitsversorgung) einen Kern an Informationen zusammen gesucht, den der mündige und mit massiven Nachteilen und Einschränkungen belastete Bürger wissen sollte. Und ja, es geht wieder einmal um Corona…
Wie Studien der Universität Padua und Stanford University nun ans Licht bringen und mit unumstößlichen Zahlen und Fakten belegen, ist das COVID-19-Virus selbstverständlich ein gefährliches Virus, das die Atemwege angreift und bei den (längst bekannten) Risikogruppen zu schwerem, ja sogar tödlichen Krankheitsverlauf führen kann. Allerdings – und das getraute sich kaum jemand über die Monate auszusprechen – ist die Sterblichkeit kaum höher als bei einer strengen Grippewelle. Wenn dann von Seiten der Regierung und einzelnen Instituten auf die zig Tausenden, ja zwischenzeitig weltweit über eine Million Toten verwiesen wird, muß man auch mit dem Blick auf die Realitäten antworten: Ja. Und bei einer schweren Grippewelle sterben ähnlich viele Menschen! Aber wir bleiben einmal bei Österreich, bzw. dem europäischen Raum: Wir hatten in Österreich in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehrere schwere Grippewellen mit bis zu 8000 Todesopfern. Nicht insgesamt, sondern in der jeweiligen Grippesaison! Diese waren kein Anlaß, um dem gesamten Land, ja dem gesamten Kontinent den Stecker rauszuziehen.
Viruserkrankungen, und speziell diverse Corona-Erkrankungen und saisonale Grippewellen können sehr gefährlich, sehr unangenehm sein, ja sogar zum Tod führen. Wobei hier anzumerken sei, daß ein sehr hoher Anteil der Grippetoten auf Nichtbehandlung, auf das Übertauchen der Krankheit zurückzuführen sind.



Nach wie vor werden die Fallzahlen falsch eingeordnet und durch nicht nachvollziehbare Teststrategien eine angebliche „zweite Welle“ herangetestet. Die ohnehin ungenauen derzeit in Gebrauch befindlichen Tests sagen faktisch nichts über eine tatsächliche Infektion aus. Positiv getestet zu sein, bedeutet eben NICHT automatisch, daß die jeweilige Person auch infiziert ist. Und selbst wenn sie tatsächlich infiziert ist, muß sie noch lange nicht ansteckend sein. Die Anfang des Jahres lautstark verbreiteten Befürchtungen, daß das SARS-Cov-2-Virus unendliche Zeiten außerhalb des Wirtskörpers überleben kann und jeder Infizierte automatisch zum Superspreader wird, wurden durch die Studien, deren Resultate im übrigen sogar von der WHO publiziert wurden, entkräftet.
Eine „Eindämmung“ im Sinne von Austrocknen des Virus, sodaß man ihm die Wirten entzieht und es quasi verhungert und dann verschwindet, funktioniert nicht. – Es sei denn, man macht einen radikalen Lockdown, bei dem wirklich niemand, absolut niemand für 2-3 Wochen seine eigenen vier Wände verläßt. Nach dieser Frist haben wir dann jede Menge andere Probleme, die eine Corona-„Pandemie“ wie einen Kindergeburtstag erscheinen lassen.



Tatsächlich hilfreich und wirksam gegen die Verbreitung dieses Virus und der von ihm ausgelösten Krankheit ist ein Verhalten, das man mit den unmodernen Begriffen „Anstand und Manieren“ zusammenfassen kann. Ein vernünftiger Zugang zur Körperhygiene, sowie etwas „noble Zurückhaltung“ sind hier schon ein guter Anfang. Daß man sich nach Öffifahrten die Hände wäscht, sollte normal sein. Daß man in Supermärkten die offenen Lebensmittel nicht einzeln begrabscht, daß man nicht – aus Langeweile, oder weil man einfach ein Ferkel ist – herumspuckt, daß man einen dezenten Abstand zu seinen Mitmenschen hält und nicht jedem und jeder auf die Pelle rückt, sollte eigentlich vollkommen normal sein. Daß es nach dem 14. Tequila-Shot lustig erscheint, aus dem Bauchnabel einer komplett unbekannten Person Kräuterschnäpse zu schlürfen, ist natürlich ein weiteres Ding, das dem „zivilisierten Mitteleuropäer“ Sorgen bereitet. Ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Supergastronomen in diversen Schigebieten: Muß es wirklich sein, daß man den Gästen das Ambiente und die Basis bietet, sich wie totale und ekelhafte Vollpfosten zu gebärden? Ist dies das Image, das man sich für den heimischen Tourismus wünscht?
Soweit ein paar Informationen zur Krankheit, die unser Leben noch immer bestimmt, beeinträchtigt, erschwert, ja versaut!



Nun haben die allseits beliebten Herrschaften der ach so unbeschreiblich kompetenten Bundesregierung verkündet, daß sie nicht beabsichtigen, einen weiteren Lockdown vorzunehmen. – Allerdings nur, wenn „die Zahlen“ passen, und wenn wir ungezogenen Bürger auch brav bleiben. Unvergessen bleiben in diesem Zusammenhang die Worte des geschätzten Herrn Vizekanzlers Kogler, der doch ernsthaft meinte, daß wir uns am Wochenende zusammenreißen sollen, wenn wir unter der Woche zur Arbeit gehen wollen. Irgendwie hört sich das Ganze wie eine Erpressung an. Irgendwie. Sicherlich ist es nicht der Ton, den ein Staatsdiener – Und etwas anderes ist der Herr Kogler nicht! – gegenüber dem Staatsbürger an den Tag zu legen hat! Eine bodenlose Frechheit! Wie bei seinem Kollegen An(gst)schober ist der Abgang aus der Politik längst überfällig!
Faktum ist allerdings, daß wir uns mitten im Lockdown befinden. Der einzige und wahre Unterschied ist, daß die Einschränkungen nicht auf einmal daherkamen, wie Mitte März, sondern daß man für jeden einzelnen Bereich die Daumenschrauben stückchenweise anzieht. Einmal tut ’s dort ein wenig mehr weh, dann da… Schön langsam, aber konsequent. Und all dieser Schwachsinn (der geneigte Leser möge diese negative Ausdrucksweise verzeihen) wegen der Uneinsichtigkeit eines klassischen grünen Besserwissers im Ministeramt, der niemals diese Position hätte innehaben dürfen. Und mit Verlaub: Aus dieser Verantwortung kann sich die ÖVP, allen voran Kanzler Kurz nicht einfach rausstehlen. Die angeblich wertkonservative ÖVP mit angeblicher Wirtschaftskompetenz hat eine Clique von fragwürdigen Polit-Hooligans mit noch viel fragwürdigerem ideologischen Hintergrund in eine Bundesregierung gehoben.



Nach wie vor stellt sich An(gst)schober regelmäßig vor Kameras und schwafelt von Neuinfektionen, obwohl er maximal von positiv getesteten Personen sprechen dürfte. Nach wie vor werden Österreichs Wirtschaftsbetriebe mit Versprechungen von Unterstützungen hingehalten, wobei diese „Unterstützungen“ nicht mehr als die Erlaubnis, Schulden zu machen, sind. Nach wie vor wird einer der heimischen Wirtschaftsmotoren, Gastronomie- und Tourismuswirtschaft, gegen jede Vernunft, und gegen die selbst erhobenen und selbst verbreiteten Erkenntnisse gequält und die Möglichkeit zum Arbeiten vermiest. Nach wie vor nehmen Großbetriebe, die Tausenden Österreichern Lohn und Brot gaben, die Möglichkeit wahr und flüchten aus dem Land, das von einer unberechenbaren Regierung gegängelt wird.

Die blendenden Umfrageergebnisse für diese Chaos-Regierung sind einzig und allein dem Umstand geschuldet, daß – hier sind wir wieder bei Niko Kerns unerwarteter Weisheit – die Bürger Österreichs nicht anständig informiert werden. Am Ende des Jahres werden wir uns einmal die Mühe machen und durchrechnen, wieviele zusätzliche Steuergeldmillionen seit dem Lockdown im März in die genehmen Medien flossen. Auf dieser Basis können wir dann wunderbar errechnen, wie hoch der monatliche „Mietpreis“ für liebevolle Hofberichterstattung ist.



Liebe Leserinnen und Leser!
Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien einen schönen Sonntag und ein angenehmes verlängertes Wochenende!
Bitte bleiben Sie uns gewogen.
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!
Und bitte achten Sie auf unsere Freiheit und Demokratie! Beide sind in Gefahr!




Bilder:
Titel-/Vorschaubild (Walter Ulbricht) © Deutsche Fotothek‎ / cc by-sa 3.0 de

Bundesminister Anschober © Parlamentsdirektion / Thomas Topf
Foto „Wir kaufen nix“ © https://mannis-shoutbox.de / cc by-nc-sa 3.0 de


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