Welt-Wochenschau

Kurioses, Interessantes, Erfreuliches, und mehr…

Das Weltgeschehen ist, wie die Innenpolitik, in erster Linie von der COVID-19-Pandemie geprägt. Jedoch passieren auch abseits davon genug.

USA/Venezuela/Portugal
In der letzten Woche setzten die USA auf den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro ein Kopfgeld von 15 Mio. US$ aus. Gegen ihn wird Anklage erhoben. Der linksextreme Präsident des von ihm und seinen Genossen heruntergewirtschafteten Landes soll in Drogengeschäfte monströsen Ausmaßes verwickelt sein. In Komplizenschaft mit den Köpfen der früheren marxistischen FARC-Untergrundorganisation soll tonnenweise Kokain in Richtung USA geschmuggelt haben.
Diese Maßnahme wurde dem US-Präsidenten Donald Trump von Teilen der Opposition noch als polpulistische Maßnahme um von der Corona-Pandemie abzulenken, ausgelegt.
Maduro wehrte sich gegen die Anklage mit dem Vorwurf, Donald Trump sei ein rassistischer Cowboy.



In der Nacht vom Sonntag, de, 29.03. auf Montag, 30.03. versuchte das venezolanische Kriegsschiff Naiguata GC-23 das unter portugiesischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff
RCGS Resolute aufzubringen und zur Kursänderung in Richtung eines venezolanischen Hafens zu zwingen. Der Kapitän verweigerte dies mit Hinweis darauf, daß man sich in internationalen Gewässern befinde. Das Kriegsschiff eröffnete daraufhin das Feuer auf den Passagierkreuzer und rammte es. Während die RCGS Resolute bloß Schrammen und Lackschäden abbekam, wurde das venezolanische Kriegsschiff beim Rammen so schwer beschädigt, daß es sank.
Als wolle er persönlich den Beweis dafür liefern, daß das US-Kopfgeld gerechtfertigt und richtig war, bezeichnete Präsident Maduro diesen Vorfall als „Akt imperialistischer Aggression“ und „Piraterie“.



Spanien
Das Land, in dem die Corona-Pandemie hohe Opferzahlen verursacht, hat Wege zur Selbsthilfe ermöglicht. Die SEAT-Werke in Martorell haben ein serienreifes Beatmungsgerät in bemerkenswertem Tempo entwickelt und unterstützen mit der Produktion dieser dringend benötigten lebenserhaltenden Geräte das spanische Gesundheitssystem.
Nachahmenswert! #HOPE



Tschechien
Auch in bei unseren Nachbarn greift die Automobilindustrie helfend ein. SKODA entwickelte in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Prag dringend benötigte FFP3-Masken für den medizinischen Bereich und produziert sie nun in ihrem Werk.
Nachahmenswert! #SKODAAUTOhelps



Turkmenistan
Einen weniger wissenschaftlich fundierten Weg im Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus geht der für seine Verhaltensoriginalität sattsam bekannte Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow. Um die berechtigten Ängste der Bevölkerung des autoritär geführten Landes zu schmälern, verbat er die Benutzung der Begriffe „Corona“, „COVID-19“, usw. Wer trotzdem über die Pandemie spricht, und sie gar beim Namen nennt, muß mit Haftstrafen rechnen.
Als Allheilmittel, vor allem zur Desinfektion, setzt der ehemalige Zahnarzt auf ein wildwachsendes Kraut mit dem vertrauensweckenden Namen „Hamala“. Die Regierung empfiehlt zweimal täglich diese Kräuter zu verbrennen. Der Rauch soll desinfizierend wirken und Keime töten. Laut offiziellen turkmenischen Angaben gibt es in Turkmenistan keinen einzigen Coronafall.






Bilder:
Steckbrief Maduro © DEA – Drug Enforcement Administration
Naiguata GC-23 © Luis García Curado, Cádiz / cc by-sa 3.0
RCGS Resolute © One Ocean Expeditions
Beatmungsgeräte SEAT, Masken SKODA © porsche austria
Berdimuhamedow mit damaligen Präsidenten Obama © Official White House Photo (by Lawrence Jackson)

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