Die ungehörten Warnungen aus Arabien

Abdullah bin Zayid Al Nahyan, Außenminister der VAE

Während man sich in den meisten Ländern Westeuropas immer mehr Sorgen um den zunehmenden Islamismus, die von Parallelgesellschaften ausgehenden Gefahren macht, schüttelt man in Teilen Afrikas und im arabischen Raum nur noch den Kopf über die Sachfremde, die vollkommene fachliche Unkenntnis und die bornierte Unbelehrbarkeit vieler westlicher Politiker im Bereich der Migration, des Islam, des Islamismus.

So warnte schon 2017 Abdullah bin Zayid Al Nahyan, der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate bei einer Pressekonferenz die Vertreter westlicher Länder vor den Konsequenzen des undurchdachten Handelns. Und diese Warnung wiederholte er im Laufe der Jahre immer wieder.
Damals, 2017, geschah es sicher nicht ohne Hintergedanken, als er sein Statement plötzlich auf Englisch ausführte und sich von den anwesenden Journalisten nicht beirren ließ, die ihm empfahlen, doch in seiner Muttersprache weiter zu reden. Der Außenminister, der in einem hervorragenden, beinahe akzentfreien Englisch seinen Vortrag hielt, betonte, daß er seine Aussage so treffen wolle, daß sie auch sicher verstanden wird. Man mutmaßt heute, daß sein Vertrauen zu den Übersetzern und den sprachlichen Interpretationen diverser Journalisten nur sehr eingeschränkt war.
Er warf – vor allem den damals im Flüchtlingshilfefieber befindlichen Staaten des EU-Raums – vor, keine Ahnung davon zu haben, was sie hier tun, wen sie hier ins Land lassen. Er warf ihnen vor, daß sie sich selbst überhöhen und stets glauben, alles zu wissen. Er warf ihnen vor, daß sie behaupten den Islam, die Islamisten, die Araber und all die anderen ankommenden Menschen verschiedener Nationalitäten zu kennen und deren Wesen zu begreifen. Und er machte darauf aufmerksam, daß die europäischen Politiker diese Schritte gehen, da sie die Wahrheit, die Fakten nicht mit ihrer Überzeugung der political correctness ein Einklang bringen können und lieber weiter die Unwahrheit verbreiten, als sich der Realität zu stellen.

In diesem Zusammenhang ist es interessant und bemerkenswert, warum gerade die Nachbarländer von Problemzonen wie Gaza, Syrien oder Afghanistan überhaupt kein Interesse zeigen, die Flüchtlinge aus diesen Gegenden aufzunehmen und zu versorgen. Die Grenzmauer Ägyptens zu Gaza ist höher und besser bewacht als die Grenzschutzanlagen Israels zu Gaza. Pakistan weist nach unzähligen Bombenanschlägen die afghanischen Flüchtlinge aus. Und Länder wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate, die man nach westlicher Sichtweise als religiöse absolute Monarchien sehen müßet, haben kein Interesse an ihren Glaubensbrüdern, denen sie in erster Linie nachsagen, daß sie faul sind und Schwierigkeiten verursachen.
In Europa bedient man auf der linken Seite der Politik nach wie vor das Märchen der unterstützenswerten verfolgten „edlen Wilden“. Dabei müßte man bloß auf die Nachbarn hören…

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