Heute vergleichen wir einmal den ORF mit einem Kanaldeckel und machen uns neue Freunde…

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Geschätzte Damen und Herren, stellen Sie sich einfach mal vor, es gäbe eine neue Steuer oder Abgabe, die so gut wie jeden treffen würde. Eine Abgabe für… sagen wir einmal… das Polieren von Kanaldeckeln. Und schon zuvor gab es Menschen, die sich an (mehr oder weniger) schön polierten Kanaldeckeln erfreuten und sogar dafür bezahlten. Und es gab auch viele Menschen, die meinten: Mir is da Kanaldeckl wurscht! I mog kan Kanaldeckl. I schau ma kan Kanaldeckl an!
Und all die Menschen, all jene, die sich für Kanaldeckel interessieren, sowie die anderen, denen sie komplett egal sind, müßen nun dafür zahlen, daß diese Kanaldeckel gereinigt und poliert sind. Man hebt plötzlich eine Bundeskanaldeckelpolierabgabe ein und in manchen Bundesländern auch noch eine Landeskanaldeckelpolierabgabe. Was wird nun logischerweise passieren? Die zwangsverpflichteten Kanaldeckelpolierabgabenzahler werden dann und wann einmal einen Blick riskieren und schauen, ob die Kanaldeckel auch schön sauber und poliert sind. Und was, wenn nicht? Dann sind die zwangsverpflichteten Kanaldeckelpolierabgabenzahler berechtigt sauer!

Nehmen Sie bitte diesen komplett absurden und an den Haaren herbeigezogenen Vergleich für die ORF-Haushaltsabgabe. Genügend Menschen, die bislang nichts, aber rein gar nichts vom ORF konsumierten, jetzt aber für den Staatsfunk zahlen müßen, werfen nun einen Blick darauf, wofür sie eigentlich zahlen. Eine grundsätzlich tolle Idee der Verantwortlichen beim ORF, denn so kann man auch den Marktanteil, die Anzahl an Sehern in die Höhe treiben. Doch gibt es dabei ein klitzekleines Problem: Die Produkte, die dem ORF-Konsumenten aufs Empfangsgerät geliefert werden, sind nicht unbedingt von der Qualität, die man sich für den geleisteten Beitrag erwarten würde. Nein, es häufen sich die Beschwerden und manch ein zwangsverpflichteter Bürger und Seher empfindet die Leistungen des ORF als Schrott, als Zumutung, als Frechheit!

Zwei Beispiele dazu:
Man versuchte beim ORF scheinbar in die (sichtlich zu großen) Fußstapfen von Hugo Portisch Sepp Riff zu treten, die mit ihren Serien „Österreich I“ und „Österreich II“ sicherlich TV-Geschichte schrieben und produzierte ebenfalls eine Geschichts-Doku-Serie mit dem unbescheidenen Titel „Österreich – Die ganze Geschichte“. Die Idee dazu soll vom ORF-Generaldirektor Roland Weißmann gekommen sein. Das gelieferte Resultat ist – hochgelobt von den üblichen Verdächtigen – so grottenschlecht, daß man sich international über den ORF, über die Serie und nicht zuletzt über Österreich lustig macht. Die Serie strotzt von – höflich gesagt – historischen Ungenauigkeiten. Die Ausstattung, die Kostüme sind teilweise kompletter Schwachsinn, die Spielszenen völlig absurd und manche Darstellungen und Handlungen schlicht an den Haaren herbeigezogen. Selbst die eingebauten Computeranimationen sind derart unterirdisch, daß man glaubt, sich in einem Videospiel der 1990er wiederzufinden.
Bei einem solchen Projekt, das eigentlich einen identitätsstiftenden Maßstab stellen sollte, darf es keinen Fehler geben. Nicht einen einzigen! Und schon gar nicht diese Masse! Und am allerwenigsten darf es Fehler geben, wenn dieses Projekt auch noch mit Zwangsgebühren finanziert ist und damit eigentlich zum gemeinsamen Erbe einer ganzen Gebührenzahlernation wird.

Einen anderen Bauchfleck, den wir hier nennen wollen, war die „Blutbad“-Affäre der ORF-Nachrichtenredaktion. Man berichtete über den US-Präsidentschaftswahlkampf. Und man übertrug einen Schnipsel einer Rede des Kandidaten der Republikaner Donald Trump. Dazu „übersetzte“ man (sehr frei), daß Trump mit einem Blutbad drohe, wenn er nicht gewählt werde und interpretierte eine Ablehnung demokratischer Wahlergebnisse in seine Rede. In Wahrheit hielt Trump eine Rede über die Zukunft der US-Automobilindustrie und warnte vor den chinesischen Bestrebungen, in Mexiko Autofabriken zu bauen und die Fahrzeuge dann billig in die USA zu verkaufen. Dies würde ein Blutbad in der US-Automobilindustrie anrichten und er werde, wenn er wieder gewählt werde dies verhindern, indem er Zölle einführt.
Zwei gänzlich unterschiedliche Aussagen. Der ORF hat hier Fake-News verbreitet. Ohne Not, ohne Grund. Sollte der ORF diese Nachricht einfach als Agenturmeldung übernommen haben, muß man sich fragen, wozu der ORF dann Korrespondenten in den USA hat, warum man sich nicht die fünf Minuten Zeit nimmt, um die Nachricht zu überprüfen? Eine einfache Suche auf google oder Youtube hätte genügt.

Nun stellen sich weitere Fragen: Können es die Verantwortlichen beim ORF nicht oder wollen sie nicht? Und ist der Vergleich mit der Kanaldeckelpolierabgabe wirklich so an den Haaren herbeigezogen, so absurd, wie eingangs vermutet?



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