Die miese Wuchtel für den „guten Zweck“

Vor gut einem Monat ließ man eine angebliche „Bombe“ platzen und Deutschlands Medien verbissen sich in den ihnen hingeworfenen Knochen.
Die Rede ist natürlich vom angeblichen Geheimtreffen in Potsdam, das vom selbsternannten „Rechercheteam“ Correctiv in beinahe unnachahmlich falscher Weise dargestellt wurde und damit die beiden grünen Minister Robert Habeck und Cem Özdemir aus dem Feuer der öffentlichen Kritik genommen wurden.
Schon zuvor war auffällig, daß Correctiv immer einen neuen Skandal an die Öffentlichkeit brachte, wenn es einem Politiker der Grünen an den politischen Kragen ging.
Daß die Veröffentlichung der Potsdam-Story (die eigentlich keine war und ist) mit Jahresbeginn geplant war, kann man bezweifeln. Viel wahrscheinlicher ist, daß man diese Geschichte noch ein wenig ausfeilen wollte und mit dem Verkaufsstart des Buches „Der AfD-Komplex“ am 23. März eine verkaufsfördernde PR-Aktion plante. All dies ist allerdings nur noch Spekulation, da die Katze aus dem Sack, die Geschichte nun draußen ist.
Daß man auf dieses plötzliche Veröffentlichen der „Potsdam-Story“ nicht vorbereitet war, zeigt sich jedoch nun in einigen Details:
Eine Correctiv-Vertreterin mußte sich vor laufender Kamera wiederholt unwahrer Aussagen bedienen, um nicht unter berechtigten Beschuß zu geraten. So leugnete sie in einer Gesprächsrunde des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, die Begriffe „Wannsee-Konferenz“ und „Deportationen“ im Zusammenhang mit ihrem „Bericht“ über das Privattreffen in Potsdam genutzt zu haben. In der Tat wurde im Bericht auf der Correctiv-Homepage explizit auf eine räumliche Nähe zum Tagungsort der Wannsee-Konferenz hingewiesen. Und statt des Substantivs „Deportation“ wurde das Verb „deportieren“ genutzt. Diese Begriffe, diese gedanklichen Hilfsbrücken waren im „Bericht“ von Correctiv. Das ist Fakt. Ebenso zum Faktum wurde, daß man von Seiten Correctivs in der Zwischenzeit mehrmals den Wortlaut des „Berichts“ änderte und die genannten Begriffe verschwinden ließ. Ebenso unwahr war die Behauptung der Correctiv-Vertreterin, man wäre als NGO nicht von Regierungsseite finanziert. Insgesamt rund 2,5 Millionen EURO flossen in den vergangenen 10 Jahren von verschiedensten Stellen der deutschen Verwaltungen auf die Konten dieses „Recherche-Teams“.

Einer der höchstwahrscheinlich federführendsten Akteure sah sich im Laufe der letzten Tage genötigt, seine Selbstdarstellung, die zu vielsagend war, im Netzauftritt zu ändern.

Jean Peters, der seine Tätigkeit noch bis vor kurzem als „Erfinden von Geschichten“ und „Entwickeln von Aktionen“ beschrieb, bezeichnet sich plötzlich als „investigativer Journalist“.

Die Teilnehmer der Tagung in Potsdam, die weder geheim, noch das Treffen von Rechtsextremen war, setzen sich nun gegen die an Rufmord grenzenden Darstellungen von Correctiv zur Wehr. Und von vielen Seiten wird nun klargestellt, daß der zum Instrument der Kontaktschuld verkommene Martin Sellner bloß sein seit über einem Jahr auf dem Markt erhältliches Buch im Rahmen der Tagung vorstellen durfte. Dies war ein vormittäglicher Programmpunkt bei einer Tagung, die von 09:00 bis 17:00 andauerte.
Das Treffen, bei dem Vertreter mehrerer Bundestagsparteien teilnahmen, war auch weit entfernt von einem „Geheimtreffen“, und die Themenpalette entsprach den Interessensgebieten der Teilnehmer, nämlich Politik und Wirtschaft. Kein Anflug von Extremismus…

Extrem waren und sind allerdings die Reaktionen in Form von Aufrufen, die AfD zu verbieten, weil eine Handvoll der Teilnehmer in Parteifunktionen war und teilweise noch sind. Die mit höherer Mannstärke anwesenden CDU-Mitglieder blieben in Folge des Veröffentlichen des „Skandals“ von solchen Verbotsfantasien verschont.
Daß man (nach wie vor) deutschlandweit zu Demonstrationen gegen eine angeblich verfassungsfeindliche und extremistische Rechte aufruft, ist eine moralische Bankrotterklärung für die Regierungsvertreter, die diese Vorgehensweise gegen Oppositionelle unterstützen. Da angeblich sogar der Verfassungsschutz die Veranstaltung und ihre Teilnehmer beobachtete, die von Correctiv und seinen medialen Nachahmern verbreiteten (wahrscheinlich verleumderischen) Vorwürfe nicht unterstützt, sollte in diesem Zusammenhang auch zu denken geben. Schließlich hat sich der Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes schon als Speerspitze gegen die Opposition zu erkennen gegeben.

Correctiv und seine ideologisch Verbündeten haben das Haus des demokratischen Zusammenlebens in Brand gesetzt, Angst ausgelöst und denken scheinbar nicht im Traum daran, die unangebrachte Panik wieder mit Fakten und der Wahrheit einzudämmen. Nicht unwahrscheinlich, daß man sie vor Gericht zur Wahrheit zwingen muß.



Texte „Lebenslauf“ Jean Peters: Internet Archive

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