
Geist oder doch Ungeist
Immer häufiger wird man in sozialen Medien mit Hinweisen konfrontiert, daß dieser oder jener Beitrag „aus dem Zusammenhang gerissen“ sei. Oder es wird gleich die Quelle angegriffen und als nicht glaubwürdig gebrandmarkt. Was als Serviceleistung am Teilenehmer an den großen weltweiten Tratsch- und Diskussionsrunden verkauft werden soll, ist jedoch ein bedenklicher Akt und stimmt oft genug bedenklich.
Nach wie vor und immer stärker versuchen Regierungen in die Foren einzudringen und die Meinungen, sowie deren Austausch zu regulieren. Dies passiert nicht nur auf den nationalen Ebenen, sondern auch und gerade auf EU-Ebene. Und bemerkbar ist, daß oft nicht falsche Fakten angeprangert werden, sondern von der Regierungslinie abweichende Ansichten oder Aufforderungen.
Es ist leider keine Verschwörungstheorie, wenn man die offenkundige Parteilichkeit der für diese Markierungen und Zensurmaßnahmen verantwortlichen Vereine und Organisationen anspricht. Spätestens seit Veröffentlichung der „Twitter-Files“ ist bestätigt, daß wider besseren Wissens Meinungsmanipulation betrieben wurde.

Trotz bereits erlangter Erkenntnis wurden weiterhin (nachweislich falsche) Narrative im Regierungsauftrag aufrecht gehalten. Speziell die Zeit der Corona-Krise sollte als abschreckendes Beispiel dienen. Mediziner, Forscher, Wissenschaftler und andere Personengruppen, die Zweifel an den Behauptungen von einigen wenigen – oft genug überhaupt nicht qualifizierten – Meinungsmachern und Meinungsverbreitern anmeldeten, wurden auf den Plattformen sozialer Medien und anderer Foren gesperrt, ihre Beiträge gelöscht, als nicht vertrauenswürdig verunglimpft oder in ihrer Reichweite eingeschränkt.
Ähnliche Vorgangsweisen erleben wir derzeit bei den Themen des Ukraine-Konflikts wie auch dem breiten Diskussionsfeld des Klimawandels.
Das Problem der Meinungsmanipulatoren wurde nämlich nicht behoben. Es sind nach wie vor die gleichen „Faktenchecker“ am Werk, die während der Corona-Krise ohne mit der Wimper zu zucken Meinungen auslöschten und Menschen mundtot machten. Daß sich diese Menschen danach als die erwiesen, welche recht hatten, ihre Meinung als die faktenbasierte erwies, ließ keinen Lerneffekt aufkommen.
Man hat es also entweder mit beinahe krankhafter Erkenntnisresistenz oder mit böser Absicht zu tun. Man kommt sich vor wie in einem Roman von George Orwell.