Nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Leserinnen und Leser!

Ja, Vernunft und Anstand gebieten es, folgende in Buchstaben gegossene Gedanken nicht unbedingt unseren Jüngsten unter die Nase zu reiben. Wer mehr oder weniger ansprechende Bilder von nackten Damen oder Herren, oder beiden erwartet, schwitzend erregte, sich ekstatisch räkelnde Körper, o.ä., soll doch bittschön gleich einmal kalt duschen gehen und dann umgehend weiterlesen. Husch husch!

Eine kalte Dusche weckt den Geist! Und Warmwasser ist ohnehin bald zu teuer.

Sehr gut! Willkommen zurück! Wir behandeln heute Obszönitäten einer ganz anderen Preisklasse, nämlich das Tun (und Nichtstun) unserer gewählten und ungewählten Damen und Herren der Politik und die Berichterstattung zur selben. Und gerade unsere Jüngsten waren und sind die am meisten Leidtragenden unter den Maßnahmen der vergangenen zwei Jahren, als sie ohne Sinn und Ziel, ohne – wie sich nun rausstellt – „wissenschaftliche Evidenz“ an ihrem Leben gehindert, ihnen Teile von Kindheit und Jugend unwiederbringlich genommen wurden. Im Moment werden speziell durch unsere „hohe Politik“, die Damen und Herren der Bundesregierung, die Maßnahmen gesetzt, die ihnen auch noch die Zukunft zerstören. Also bewahren wir die Kids vor diesem Horror. Ab 16 dürfen sie wählen und sollten sich sogar informieren, damit auch sie mittels eines kleinen Kreuzerls bei den nächsten Wahlen mitentscheiden.

Ein U-Ausschuß und seine Erkenntnisse liegt nicht im Interesse der Untersuchten.

Was ist jetzt so obszön? Tatsächlich obszön ist, daß einzelne, nicht alle Teile der „hohen Politik“ die Krisensituationen seit Jahren dazu nutzen, um von Skandalen, von unbeschreiblich unanständigen Machenschaften – teilweise strafbar, teilweise „nur“ unanständig – abzulenken. Zuerst war es Corona, nun ist es der Ukrainekonflikt. Bei beiden Problemlagen wurde und wird Angst geschürt, in hysterischer Art überreagiert und auf jeden Kritiker losgegangen. Und wir nehmen bewußt den Begriff „Kritiker“, nicht Gegner oder gar Feind, sondern „Kritiker“: Menschen, die zwar die gleiche Zielsetzung hatten und haben, wie die Erhaltung der Gesundheit, Schutz des Gesundheitssystems vor allfälliger Überlastung, Sicherung des sozialen und wirtschaftlichen Friedens bei der Corona-Krise und nun rascher, sicherer und nachhaltiger Friede im Ukrainekonflikt. Die Kritiker sahen andere, ihrer Meinung nach vernünftigere Wege, um bspw. die Corona-Krise zu bewältigen. Und die Zeit, sowie nun auftauchende Erkenntnisse gaben und geben ihnen recht! Die seit nun über zwei Jahren dilettierende Bundesregierung hat falsch gemacht, was nur irgendwie möglich war. Professionell war sie nur beim Schlechtmachen von Kritikern. Aber hier hatte sie auch tatkräftige Unterstützer in den großen Medienhäusern. Das Narrativ, daß Kritiker der Regierungsmaßnahmen irgendwelche stumpfsinnigen „Coronaleugner“ wären, hat sich tief ins Bewußtsein eines nicht unbeträchtlichen Teils der Gesellschaft gebrannt. Genau so wird eine Gesellschaft gespalten, werden sinnlose Feindschaften aufgebaut.
Das selbe Dilemma erleben wir nun beim Ukrainekonflikt. Menschen, die raschen Frieden wollen, aber dabei nicht auf aggressive Handlungen und blutrünstige Sprache setzen, Menschen die den Konflikt nicht ab den 24. Februar 2022, sondern in seiner Gesamtheit seit Jahrzehnten zu betrachten versuchen, werden als „Putinversteher“ gebrandmarkt. Dabei sollte man sich hier auch einmal fragen, wann „Verstehen“, also etwas kognitiv zu erfassen, zu einem negativen Begriff geworden ist. Jemanden oder etwas zu verstehen, bedeutet nicht zwangsweise Zustimmung.

Weit entfernt vom Geschehen zieht mancher Reporter schon einmal eine Schutzweste an, wenn er via Live-Schaltung „berichtet“.

Nicht minder obszön ist das wundersame Wirken und Werken unserer großen Medienhäuser, der hauptamtlichen Versorger von Nachrichten, Horoskop und Werbung. Ganze Legionen an Osteuropa-Experten liefern täglich Meldungen frei Haus. Das Gelieferte ist – bei genauerer Betrachtung – ohne jegliche journalistische Überprüfung in die Meldungsblocks durchgerutscht. Leider sehr einseitig, leider sehr fahrlässig, leider einfach primitiv. Den komplexen Konflikt, der ja nicht seit gestern herrscht, durch die einseitige Linse eines Konfliktbeteiligten – egal ob er nun mehr Täter oder mehr Opfer ist – zu betrachten, ist dumm. Das hat nichts mit Journalismus zu tun. Das sieht eher nach der kostenlosen PR-Agentur für ukrainische Staatsspitzen und Bürgermeister aus. Und so kommt es dann auch, daß man einerseits von den kolossalen ukrainischen militärischen Erfolgen berichtet, die russische Armee aber trotzdem unaufhaltsam vorwärts bewegt. Man berichtet über zivile Opfer, prüft aber nicht den Zusammenhang, den Hintergrund, das Wie, Wann, Wer und Wo. Die Sache mit den zivilen Opfern wird uns – nachdem der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj Waffen an Zivilisten zum Kampf gegen die Russen verteilen ließ – noch öfter begegnen.
Wir maßen uns nicht an, über das Kriegsgeschehen zu berichten, da wir nicht vor Ort sind.
Und wir empfehlen den Damen und Herren der Kollegenschaft, die bspw. in Lemberg/Lwiw sitzen und TikTok-Videos aus dem rund 1000 km Luftlinie entfernten Mariupol ungeprüft als „Berichterstattung“ auffrisieren, sich nicht aufzuführen, als würden sie höchstpersönlich im Pulverdampf der Schlacht und knöcheltief im Blut stehen. Es ist erbärmlich und beleidigt nicht nur die wirklichen Opfer des Krieges, sondern auch die Medienkonsumenten und vor allem die Wahrheit selbst, der man sich als Reporter verpflichtet fühlen sollte.
Die Berichterstattung hat sich (wissentlich oder auch nicht) mit der Regierung auf ein unbeschreiblich einfaches „Schwarz-Weiß“-Denken geeinigt. Was nicht ins Konzept paßt, wird abgelehnt und beschimpft, oder sonst irgendwie schlecht gemacht. Bildung, Fachkenntnisse und Berufsethos sind scheinbar nicht mehr gefragt.

Böses, weil russisches Gas! Das muß verschwinden!

Die Spitzenreiter österreichischer Obszönität findet man sicher in der Bundesregierung. Hier und in den ihnen zugehörigen Parteien finden sich Beispiele an Schamlosigkeit, daß neben ihnen ein jedes karrierebewußte und aufstrebende Pornosternchen direkt schüchtern und verschämt wirkt.
Nur falls es übersehen wurde: Derzeit läuft der ÖVP-Korruptionsausschuß und liefert Einblicke in eine Welt und in das Verhalten einiger beteiligter Gruppen, das wir nie für möglich gehalten hätten. Eine federführende und ziemlich große Clique innerhalb der ÖVP hat sich scheinbar einen Staat im Staat gebastelt. Alles in seiner unbeschreiblich großen Flut an Erkenntnissen und neuen Schweinereien wirkt, als hätte man das Drehbuch zu MA 2412 von Niccolo Machiavelli überarbeiten lassen.
Da kommt der Ukrainekonflikt wie gerufen! Daß die österreichische Regierungspolitik zu diesem Thema zu einem großen Teil Ablenkung von den eigenen Fehlern ist, haben wir bereits erwähnt. Aber man kann es nicht oft genug betonen.
In der ersten Reihe, mit wechselnden Mitakteuren steht Bundeskanzler Karl Nehammer, der sich als zähnefletschender Ankläger und Richter in einer Person zum Krieg zwischen dem größten Land der Erde und dem „Sieger“ des letztjährigen europäischen Korruptionsrankings aufspielt. Seine merkwürdige Auslegung der Neutralität ließe seine Parteikollegen, wie Julius Raab und Leopold Figl, wohl einen Tobsuchtsanfall bekommen. Denn dafür, daß ein historisch gänzlich ungebildeter rhetorischer Rowdy (im „Zivilberuf“ Trainer für strategische Kommunikation!) mit wenigen Worten die Neutralität und damit die gesamte Republik Österreich und ihre Bürger gefährdet, haben sie sich seinerzeit nicht ins Zeug gelegt. Dafür haben diese Größen nicht ihr Herzblut ins Projekt Staatsvertrag und freies neutrales Österreich einfließen lassen.
Nehammers „Argument“, Österreichs Neutralität beschränke sich auf eine militärische Neutralität wirkt in Anbetracht Österreichs Bundesheer grotesk. – Als würde ein Impotenter sich zum Zölibat bekennen.
Nein, Neutralität bedeutet in erster Linie, daß man nicht Partei ergreift, geschweige denn das Land zum Konfliktbeteiligten macht. Und dank dieser Bundesregierung sind wir nun Beteiligte. Seit Jahrhunderten werden Kriege nicht nur mit Soldaten und Waffen ausgetragen, sondern auch auf einer wirtschaftlichen Ebene. Und wir sind nun an einem Wirtschaftskrieg beteiligt, den wir nicht gewinnen können. Auch die EU kann diesen Wirtschaftskrieg in ihrer Selbstüberschätzung nicht gewinnen und schadet seinen Mitgliedsstaaten und den Menschen mehr als sie glauben. Rußland als Teil der BRICS-Gemeinschaft braucht die EU nicht als Abnehmer seiner Rohstoffe und Produkte.
Sie haben von BRICS noch nichts gehört? Vor allem nicht im Rahmen der Berichterstattung und den Diskussionen zu den Sanktionen gegen Rußland? Na sowas auch! Geschätzte Leserinnen und Leser, das liegt entweder daran, daß unsere hohe Politik keine Ahnung von globalen wirtschaftlichen Verflechtungen hat, oder daß man das Thema lieber verheimlicht, um den Bürgern eine eigene Stärke vorzugaukeln, die man gar nicht hat.

Moralisch völlig unbedenkliches Gas aus Regionen, in denen die Scharia praktiziert wird. Daran kann man sich das Herz erwärmen.

Auf jeden Fall sind unser Kanzler Nehammer, die für Energiewirtschaft zuständige Ministerin Leonore Gewessler und die trotz überschwappender Fantasie definitiv unzuständige Ministerin Elisabeth Köstinger in die arabischen Emirate geflogen und haben dort einen Vorvertrag (?) zur Lieferung von Erdgas abgeschlossen, um das böse Russengas gegen moralisch völlig unbedenkliches arabisches Gas tauschen zu können. Wie der so dringend benötigte Energieträger nach Österreich kommt, wie hoch die Mehrkosten sind, wird uns nicht verraten. Wir werden es bei der nächsten Strom-, Gas- oder Heizungsabrechnung erfahren…
Die großmundig angekündigte gänzliche Abkehr vom Gas stellt sich jetzt schon als Unfug und Resultat gänzlicher Inkompetenz der zuständigen Ministerin Gewessler heraus. Als Ersatz für die mit Gas betriebenen Kraftwerke würde man rund 180 zusätzliche Donaukraftwerke benötigen. – Und bevor jemand zu jubeln beginnt und hier eine Lösung zu erkennen glaubt: Nein. Das geht sich nicht aus. Auf 350 km Donau in Österreich passen keine weiteren 180 Kraftwerke.
Auch der Treibstoff, also Benzin und Diesel werden auf grausige Weise teurer. Und es gibt genügend Menschen, die auf das eigene Kraftfahrzeug angewiesen sind, die nicht mehr wissen, wie sie zur Arbeit fahren sollen. Es gibt genügend Pendler, die täglich 100 km Arbeitsweg fahren müssen. Bei einem geringen Verbrauch von fünf bis sechs Liter müßen sie nun ca. 100 EURO mehr pro Monat für den Treibstoff bezahlen. Und wer sich kein modernes sparsames Auto leisten kann, schaut richtig durch die Finger. Der Preisanstieg, an dem sich die Regierung durch die Steuereinnahmen erfreuen kann, trifft die Einkommensschwächsten am härtesten. Aber diese Bundesregierung denkt nicht im Traum daran, die Steuern zumindest kurzfristig zu senken und auf die ab Mai schlagend werdende CO2-Bepreisung zu verzichten. Die wird den Liter Treibstoff nämlich noch einmal um rund 10 bis 12 Cent erhöhen. Daß der Rohölpreis, auf den man sich gerne rausredet, schon weit höher war, die Treibstoffpreise dazumals aber erheblich niedriger, wird kaum erwähnt. Daß die Steuer- und Abgabenbelastung den größten Teil des Liter-Preises für Benzin und Diesel ausmacht, bleibt ebenfalls unerwähnt… Sicherheitshalber wurde schon einmal Putin für den Preisanstieg die Schuld gegeben. Das ist zwar Blödsinn, aber dafür schnell gesagt, einfach und paßt ins Konzept der Nehammerschen Kreativauslegung österreichischer Neutralität.

Volltanken? Ein Luxus, den man sich leisten können muß.

Tja, liebe Leserinnen und Leser, und für all jene, die unsere etwas harsche Regierungskritik für unbegründet halten, haben wir noch ein Schmankerl besonderer Art.
Bekanntlich will sich unsere Bundesregierung ja für eine Verbesserung unseres Gesundheitssystems einsetzen und die durch Corona sichtbar gewordenen Mängel beheben. Bspw. bei Schulärzten. Zudem bekundete man lautstark, daß man das in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkte, weil finanziell ausgehungerte Bundesheer massiv stärken will.
Beide dringend notwendige Verbesserungen waren diese Woche im Bundesrat in Anträgen gefordert worden. Bei beiden Anträgen stimmten die Regierungsparteien ÖVP und Grüne, sowie die Neos dagegen.
Soweit das Thema öffentliche Ankündigung und tatsächliche Umsetzung!
Und ja, das ist obszön!


Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie uns gewogen!
Gehen Sie bei Bedarf kalt duschen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!

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