
(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten
Ein Kommentar.
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Leserinnen und Leser!
Stellen wir uns einmal vor, wir würden jedes Mal, wenn in Österreichs Politik ein Bock geschossen wird, tief durchatmen und danach lautstark schimpfen. Vertiefen Sie sich, vertiefen wir uns, in diesem Gedanken… Hand aufs Herz, höchstwahrscheinlich hätten wir die vergangenen eineinhalb Jahre in Schreierei und Schnappatmung verbracht. Ein Durchatmen wäre auf Grund der Häufigkeit von Anlaßfällen gar nicht mehr möglich gewesen.
Es war und ist zuviel. Das Ausmaß und vor allem die Anzahl der „geschossenen Böcke“, der Skandale, der rotzfrechen Verfassungsbrüche, der ekelerregend nach Korruption und Kriminalität stinkenden Verdachtsfälle – es gilt die Unschuldsvermutung – ist zu hoch. Viel zu hoch! Noch nie wurden die Republik und seine Bürger mit so einem Schwall an (selbstverständlich mutmaßlichen) Schweinereien konfrontiert.
Noch vor wenigen Jahren hätte jeder einzelne der gemeinten Patzer, egal ob „Kaufhaus Österreich“, „Hygiene Austria“, „Chatprotokolle I, II, III, IV, …“, „Hausdurchsuchungen mit Laptops im Kinderwagen“, „Hausdurchsuchungen in Ministerien“, „Hausdurchsuchung im Kanzleramt“, „Verweigern von Unterlagen bis hin zur Exekution…“, … oder ähnliches zu einem handfesten Skandal mit Köpferollen, also Rücktritten, massiven politischen Verwerfungen, eventuellen Neuwahlen und einer vielbeachteten juristischen Aufarbeitung geführt. Heute kratzen uns die im Wochentakt daherkommenden Skandale schon fast nicht mehr. Wir sind als Bürger offensichtlich durch eine massive Reizüberflutung abgestumpft worden.

Die derzeit immer häufiger zu hörenden Ausreden „Des woar scho` immer so.“ oder „Die Politika san doch eh alle gleich!“ sind objektiv, und über einen längeren Zeitraum betrachtet, Blödsinn. Und es ist zudem eine Frechheit, sämtliche Mandatsträger, über alle Fraktionen hinweg, in die (un)moralische Geiselhaft einiger unanständiger Politdesperados zu nehmen. Daß diese Ausreden – und es sind nicht mehr als schlechte und freche Ausreden – genau aus dem Kreis und dem Umfeld der überaus fleißigen Skandalproduzenten kommt, ist hier auch gar nicht verwunderlich. Offensichtlich ist es teil deren Agenda, den österreichischen Bürgerinnen und Bürgern jegliches Interesse an der Politik durch Ekel auszutreiben. Denn interessierte und informierte Bürger sind auch mündige Bürger! Mündige Bürger sehen sich selbst auf Augenhöhe mit den Regierenden und den Gesetzgebern. Und unter uns gesagt: Wo sonst sollte der Bürger auch sonst stehen? Die Regierungsmitglieder sind unsere Angestellten und nicht unsere Herrscher!

Wenn Bürgerinnen und Bürger unzufrieden sind, und sich gleichzeitig wieder ihrer Rechte bewußt werden, sieht man augenscheinlich im Kreise der Regierung (aber auch diversen Redaktionsstuben und Parteizentralen) den Punkt gekommen, an dem man schnell für neue Themen, also Ablenkungen, sorgt und genauso flott den Menschen erklärt, daß sie doch gar keine Veränderungen, also keine Wahlen mögen. Überhaupt ist man erstaunt, wie oft man in den vergangenen Tagen und Wochen hört, wie ungern Herr und Frau Österreicher angeblich zur Wahl gingen. Dieses Dauerbombardement mit dieser seltsamen Behauptung läßt schon den Eindruck entstehen, als ob die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sich nach Diktatoren, Königen Kaisern oder anderen uneingeschränkten und ungewählten Herrschern sehnen würden. Das ist Unfug! Bösartiger, blöder und manipulativer Unfug! Herr und Frau Österreicher bestimmen sehr gerne über das Leben, das sie führen. Herr und Frau Österreicher wollen nur nicht das Gefühl der Ohnmacht und Enttäuschung erleben, wenn sie einer Partei die Stimme gaben und diese Partei, oder deren Vertreter, sich dann nicht für die Ideen und Versprechungen einsetzen, die noch während des Wahlkampfs Thema waren.
Aber mit dieser Erkenntnis wollen die fleißigen Skandalproduzenten eher nicht lernen umzugehen. Da lenkt man doch lieber ab…

Apropos Ablenkung: 3G am Arbeitsplatz! Man kann durchaus den Eindruck erlangen, daß das nun verkündete „3G am Arbeitplatz“-Paket nichts anderes als die Ablenkung von den zuvor (vor allem aus der türkisen Clique) gelieferten Aufregern ist. Und naturgemäß – also taktisch einwandfrei – soll dieser Ballawatsch auch nicht aus dem türkisen, sondern aus dem grünen Winkerl um Minister Mückstein kommen.
Noch einmal Hand aufs Herz, geschätzte Leserinnen und Leser, es muß auch dem eher einfach gestrickten Politiker klar sein, daß dieses Gesetzespaket, diese dahinterstehenden Ideen, sowas von illegal, sowas von diskriminierend, sowas von verfassungs- und grundrechtswidrig sind, daß es nur so scheppert! Wie sich das lösen läßt, ist schon auf schreckliche Weise vorgezeichnet: Man hebt das verfassungsfeindliche Gesetz einfach mittels 2/3-Mehrheit in den Verfassungsrang. Ein Kunstgriff, der nichts anderes als Abscheu auslösen wird.
Lassen wir einmal sämtliche Inzidenz-, Krankenhaus- oder Intensivstationenbelagszahlen, Test- und Infektionszahlen beiseite. Es wurde – und das ist eigentlich schon der nächste Skandal – viel zu oft geschummelt, „interpretiert“, gemogelt, … Wir werden augenscheinlich von unseren Angestellten, der Regierung, nicht mit validen Zahlen, mit belastbaren Werten versorgt. Auf deren Basis seriöse Entscheidungen zu treffen, ist eigentlich nicht mehr möglich.
Die Regierung will auf Biegen und Brechen die Anzahl der Geimpften erhöhen. Vor wenigen Monaten nannte man die Menschen mit zwei Impfungen noch „vollimmunisiert“. Auch dies stellte sich als Unwahrheit heraus.
Man macht sich allerdings nicht die Mühe und fragt nach, warum sich Menschen nicht impfen lassen, sondern bastelt einen Impfzwang. Soziale und ökonomische Sanktionen, wenn der Bürger nicht brav spurt und sich – so wie es die Regierung befiehlt – impfen läßt.

Die Zweifel der Menschen, die bis heute keines der Impfangebote in Anspruch nahmen sind zum größten Teil nachvollziehbar. Und schließlich ist es auch deren ganz persönliche Entscheidung. Sie haben schon jetzt unangenehme Beschwerungen ihres Lebens in Kauf genommen, um ihre Autonomie über ihren Körper zu bewahren. Sie haben es in Kauf genommen, von Regierungsmitgliedern und Angehörigen ihrer Parteien, sowie anderer politischer Gruppen beschimpft und verächtlich gemacht zu werden.
Diese Menschen nun einfach als „Schwurbler“, als „Covidioten“ oder ähnliche Deppen zu brandmarken und sie nun zu zwingen, eine medizinische Maßnahme gegen ihren Willen, gegen ihre persönliche Entscheidung vorzunehmen, ist im höchsten Maße unanständig. Es ist brutal und verwerflich.
Warum beschleunigt man nicht die Zulassung von Vakzinen mit dem System des Totimpfstoffs, um den Menschen ein Impfangebot machen zu können, die dem neuen und definitiv experimentellen System der bisher angewandten Impfstoffen nicht trauen? Warum ging die Zulassung einer komplett neuen pharmazeutischen Technologie so flott, während man sich bei bewährten Systemen so Zeit läßt?
Warum werden die heute noch ungeimpften Bürger so dermaßen verleumdet und beschimpft? Fakt ist doch, daß es genau diese Menschen sind, die sich über eineinhalb Jahre so vernünftig, so smart, so vorsichtig verhielten, daß sie sich eben nicht infizierten, während andere, bspw. zweifach geimpfte Menschen, ihre Krankheit abfingen.
Es paßt hinten und vorne nicht zusammen. Es ist nicht evidenzbasiert, entspricht in keinster Weise den gesetzlichen Mindestanforderungen und ist daher höchstwahrscheinlich wirklich nicht mehr als die Ablenkung von den großen Patzern.

Liebe Leserinnen und Leser, seien Sie mündige Bürger, lassen Sie sich bloß nicht einreden, daß Sie keine Rechte hätten, daß Wahlen unbeliebt seien und daß man als Politiker alles darf…
Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie uns gewogen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!
Titel-/Vorschaubild © Bundeskanzleramt / Dragan Tatic
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