Krisenfeste Veranstaltungen Vorarlberg

Auf Grund des Maßnahmen-Pakets zur Eindämmung des Corona-Virus sind viele Veranstaltungen abgesagt. Unzählige Events können nicht besucht werden.
Österreichs Veranstalter, Theater, Museen, Kunst- und Kulturschaffende versuchen diesem Umstand, soweit es in ihren Möglichkeiten steht, entgegen zu wirken.
Viele Aufführungen werden online übertragen. Bitte nutzen Sie diese Angebote.
Wenn Sie bereits Tickets haben, tauschen Sie sie nach Möglichkeit um, statt sie zur Gänze zu stornieren.
Am voraussichtlich 30. Juni soll dieser Zustand enden.

Bis dahin nutzen Sie bitte die Ersatzangebote! Zeigen Sie Ihr Interesse! Wenn die Veranstaltungen, die Kunst und Kultur, egal ob volkstümliche Hüttengaudi, Vernissagen, Jazz-Brunchs, Rockkonzerte, Ausstellungen alter wie moderner Kunst, Oper, Theater oder auch Kabarett… sterben, stirbt auch ein großes Stück der Seele aller Menschen in Österreich.


Unsere Tipps und Hinweise

Online Stream – Der Reigen

Festspielhaus Bregenz, 6900 Bregenz, Platz der Wiener Symphoniker
Di., 14.04.2020 – Di., 30.06.2020
Zu Hause – Online Stream



Zwischen »verzweifelter Komik, erotischer Besessenheit und depressivem Zwangsverhalten« oszillieren die Loops, die der österreichische Komponist Bernhard Lang für sein Musiktheater nach Arthur Schnitzlers „Reigen“ ersann.

Der Reigen, Bernhard Lang
Online Stream:
https://www.youtube.com/watch?v=AC3IkVfRXj4&feature=emb_title

Der Reigen
Musiktheater für fünf Stimmen und 23 Instrumente, von Bernhard Lang,
Libretto von Michael Sturminger nach dem Theaterstück von Arthur Schnitzler.

Zwischen »verzweifelter Komik, erotischer Besessenheit und depressivem Zwangsverhalten« oszillieren die Loops, die der österreichische Komponist Bernhard Lang für sein Musiktheater nach Arthur Schnitzlers „Reigen“ ersann.
Dieses skandalumwitterte Theaterstück führt in einem tanzartigen Reigen zehn Paare vor, die sich für kurzzeitige sexuelle Abenteuer zusammenfinden – ein Sujet, das sich »mit Heiterkeit und in ihrem ewigen Gegensatz zu der sogenannten Sittlichkeit« positioniert, wie es Schnitzlers Geliebte Adele Sandrock formulierte.
Der Stoff ist prädestiniert für Bernhard Langs Kompositionsprinzip und sein Projekt, das er „Theater der Wiederholungen“ nennt. Die Wiederholung von Verführung, Sex und Postludium schlägt sich musikalisch in Loops nieder, die zum »Analyseinstrument mechanisierter und zwanghafter menschlicher Verhaltensweisen« werden, wie Lang über sein Werk schreibt.
Er drückt die Heterogenität von Figuren, Halbwelten und Trash mit musikalischen Stilelementen unterschiedlicher Richtungen, sowie der Kombination von klassischem Orchester, Drumset und Synthesizer aus. Zwei Rollen sind für Countertenor komponiert und ermöglichen dadurch zusätzliche Variationen geschlechtlicher Identität im Vergleich zur Entstehungszeit der Stückvorlage.
Die Regisseurin Alexandra Liedtke arbeitet sowohl im Schauspiel als auch in der Oper und inszenierte unter anderem bei den Salzburger Festspielen, am Salzburger Landestheater, am Theater in der Josefstadt sowie an der Wiener Staatsoper. Nach der erfolgreichen Uraufführung von Staatsoperette – Die Austrotragödie setzen die Bregenzer Festspiele mit Der Reigen ihre Zusammenarbeit mit der Neuen Oper Wien fort.

Komposition Bernhard Lang / Libretto Michael Sturminger (nach Arthur Schnitzlers Theaterstück)
Musikalische Leitung Walter Kobéra / Inszenierung Alexandra Liedtke / Bühne Falko Herold & Florian Schaaf / Kostüme & Video Falko Herold / Klangregie Christina Bauer / Licht Norbert Chmel

Mit:
Barbara Pöltl – Die Prostituierte, Die junge Frau
Anita Rosati – Das Hausmädchen, Das Schulmädchen
Marco Di Sapia – Der Ehemann, Der Privatier
Alexander Kaimbacher – Der Polizist, Der Autor
Thomas Lichtenecker – Der junge Mann, Die Schauspielerin


Online-Ausstellung: Vorarlberger Auswanderer in Brasilien

vorarlberg museum, 6900 Bregenz, Kornmarktplatz 1
Mo., 13.04.2020 – Di., 30.06.2020
Zu Hause



Dieses 1996 von Werner Dreier erarbeitete Internet-Projekt des Vorarlberger Landesmuseums war eine der ersten Web-Ausstellungen überhaupt.

Im brasilianischen Bundesstaat São Paulo – in der Nähe des Städtchens ltararé – bestand von 1921 bis weit in die Nachkriegszeit hinein eine von Vorarlberger Auswanderern begründete landwirtschaftliche Siedlung, die Colónia Áustria. In Itararé lebte schon einige Zeit Alwin Klocker. Er organisierte die freie Überfahrt für weitere Menschen aus Dornbirn und Lustenau, indem sie als „Kaffeearbeiter“ deklariert wurden.

Mehrere hundert Vorarlbergerinnen und Vorarlberger folgten. Viele blieben nur wenige Jahre in der Kolonie, wanderten in die Industriestadt São Paulo ab, wo ihnen der Aufstieg in die brasilianische Mittelschicht gelang. Einige kehrten nach Vorarlberg zurück.

www.vorarlberger-nach-brasilien.at



Bilder:
Festspielhaus / Der Reigen © Anja Köhler
Vorarlberger Auswanderer in Brasilien © vorarlberg museum

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