Valentinstag

Der Valentinstag ist weder ein gesetzlicher, und seit 1969 auch kein kirchlicher Feier- oder Gedenktag. Trotzdem wird er von vielen Menschen mit Freude begangen.
Vorweg wollen wir mit einem ebenso hartnäckigen, wie unrichtigen Gerücht aufräumen, das sich seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten hält: Der Valentinstag ist keine Erfindung der Blumenhändler und Grußkartenindustrie.
Der Valentinstag ist als Tag der Liebenden alt – uralt! – Als Beleg ein Valentinstagsgedicht aus dem 14. Jahrhundert:

„For this was on seynt Volantynys day
Whan euery bryd comyth there to chese his make.“
„Es geschah am Valentinstag
Als jeder Vogel kam, um seinen Partner zu wählen.“
– Geoffrey Chaucer: Parlement of Foules 1382



Der heilige Valentin soll 269 in Rom den Märtyrertod gefunden haben. Er soll die frühen Christen unterstützt haben. Andere Quellen sagen, er hätte junge Paare nach christlichem Ritus vermählt. Wieder anderswo heißt es, er hätte versucht, den römischen Kaiser zu bekehren, während eben dieser versuchte Valentin zum römischen Vielgötterglauben zu überreden. Außerdem soll er ein blindes Mädchen geheilt haben.
Auf jeden Fall hatte dieser Valentin, wenn es sich tatsächlich um ein und dieselbe Person handelt, zu Lebzeiten viel zu tun.



Im Mittelalter entstand der Brauch, sich zum Valentinstag unter Verliebten zu beschenken. Süßigkeiten, Blumen und ähnliches waren die klassischen Geschenke. Der französische König soll an diesem Tag im Rahmen eines Festes einen Wettbewerb für die schönsten Liebesgedichte aurichten haben lassen.



Natürlich versuchen der Handel und vor allem die Gastronomie auch ihr Geschäft mit dem Valentinstag zu machen. Das ist auch verständlich. Und schließlich liegt es in unseren Händen, was wir mitmachen und was nicht.
Aber was soll ’s… Ein bißchen Romatik hat noch keinen umgebracht.


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