
Anweisung
Franz Viktor Werfel (* 10. September 1890 in Prag; gest. 26. August 1945 in Beverly Hills) war ein sehr erfolgreicher Roman- und Bühnenautor. Besonders bekannt sind seine Werke „Verdi“ (1924), „Die 40 Tage des Musa Dagh“ (1933), „Eine blaßblaue Frauenschrift“ (1941) und „Jacobowsky und der Oberst“ (1945) Er ging gemeinsam mit seiner Frau Alma Mahler aufgrund der nationalsozialistischen Herrschaft ins Exil und wurde 1941 US-amerikanischer Staatsbürger. Er war ein Wortführer des lyrischen Expressionismus.

Werfel war mit Alma Mahler-Werfel verheiratet. Ob diese Ehe eine besonders glückliche war, sei dahingestellt. Alma galt als sprunghaft, herrisch, nicht besonders treu, und vor allem als „Kontrollfreak“. Dies würde auch folgende Werfel-Aussage auf die Frage nach seiner politischen Einstellung erklären:
„Alma, Liebling, komm bitte herüber, hier will jemand meine Meinung wissen.“
Er beschrieb in seinem Roman: „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ den Armenier-Holocaust.
In der Türkei ist das anders als bei uns – dort ist die Thematisierung der Türkenmorde unter Strafe verboten
https://www.youtube.com/watch?v=BrFYv96ItWY
Die moderne Türkei und die türkische Nation wurden auf einer Katastrophe aufgebaut, nämlich der ethnisch-religiösen Säuberung und Vernichtung der nicht-muslimischen Gemeinschaften des späten Osmanischen Reiches.
Auf der Webseite der Heinrich Böll Stiftung gibts eine interessante Dokumentation dazu – umgang-mit-dem-voelkermord-den-armeniern-erinnerungspolitik-der-tuerkei