Soziologische Erkenntnis: Mit Sprache wurde schon immer manipuliert.

Sprache ist ein Werkzeug der Werbe- und Gesellschaftspolitik

Ein Gastbeitrag der IG Muttersprache

Edward Bernays ist als Vater der Meinungsmache, der Propaganda bekannt. Er erkannte, dass eine Manipulation des Menschen nur über Beeinflussung des Unbewussten stattfinden kann. Subtil setzte er die Theorien von Le Bon und Sigmund Freud in die Praxis um. Als er 1929 von der American Tobacco Company den Auftrag erhielt, eine Kampagne zu starten, mit dem Ziel den Zigarettenkonsum zu verdoppeln, manipulierte er perfide auch das weibliche Geschlecht.
Unter dem Vorwand, die Rechte der Frauen zu stärken, bringt er Frauenrechtlerinnen dazu, in der Öffentlichkeit, bei der Osterparade, Zigaretten zu rauchen. Frauen, die öffentlich rauchen, das war etwas Unerhörtes in Amerika. Eine von ihnen, Bertha Hunt, erklärt einem Reporter: „Ich hoffe, dass diese Fackeln der Freiheit das Tabu beenden werden.“ Am nächsten Tag sind die rauchenden Frauen auf Titelseiten im ganzen Land zu sehen, Zigaretten werden zum Symbol der Emanzipation.

Edward Bernays hatte aber nicht die Rechte der Frauen im Sinn, sondern die Umsätze der Zigarettenfirma American Tobacco. Die Manipulation der Frauen, unter dem Vorwand der Emanzipation, war geglückt.
Dieser Manipulationstrick funktioniert auch bei der Genderei. Gendert, ihr unterdrückten Frauen, denn nur dann seid ihr emanzipiert und erst dann werdet ihr zu gleichwertigen Mitgliedern der Gesellschaft, lasst euch nicht sprachlich vom generischen Maskulinum verzwergen. So einfach ist das und schon gibt es Genderrichtlinien bei Behörden, Firmen, ja auf den Universitäten werden Lehrstühle installiert und Studenten gezwungen ihre Arbeiten zu gendern.
Wozu also solche “Neusprechereien”? Ganz einfach, um von den wirklichen Problemen unserer Gesellschaft abzulenken, um unangenehme Nachrichten für weite Teile der Bevölkerung zu verschleiern. “In Österreich leben rund eine Million funktionale Analphabet:innen. Das ist jeder neunte Mensch.” – berichtet – natürlich gegendert – das Magazin „Arbeit&Wirtschaft“ und es werden immer mehr, die immer weniger verstehen.

Gendern macht das möglich. Die Manipulatoren können, Dank der Genderei und der Digitalisierung, ihr „betreutes Denken“ immer schamloser und ungehindert verbreiten. Wir dürfen die Orwell´sche Neu-sprechentwicklung der Genderei nicht hinnehmen und unsere deutsche Muttersprache darf nicht von ideologisch motivierten Genderist*Innen verhunzt werden. Erst durch die Genderei werden Texte unleserlich, unverständlich, verwirrend und auf eine subtile Form „sexualisiert“. Es gibt keinerlei wissenschaftlich untermauerte Grund-lage, unsere gewachsene, perfekte deutsche Kultursprache zu verändern, denn die deutsche Muttersprache ist aussagekräftig, verständlich und auch „geschlechtergerecht“, ohne Sternchen und Gender-Sonderzeichen.
In Orwells Roman “1984” schildert eine Nebenfigur, ein Sprachexperte, der im Ministerium für Wahrheit an der Neuausgabe des Neusprechwörterbuchs arbeitet, die Beweggründe auf, die Sprache zu ändern: das Ziel ist der total manipulierbare Bürger: “Wir geben der Neusprache ihren letzten Schliff…wir merzen jeden Tag Worte aus – massenhaft, zu Hunderten – siehst du denn nicht, dass die Neusprache kein anderes Ziel hat, als die Reichweite der Gedanken zu verkürzen…es ist lediglich eine Frage der Wirklichkeitskontrolle“. Will man etwa im 21 Jahrhundert solch Gehirnwäsche über die Gender-Sprache befördern?

Mag. Dr. Rudolf Moser
Weltenbummler, Soziologe, Publizist und unterstützendes Mitglied der IG-Muttersprache

Zum Originalbeitrag geht es HIER.


Interessengemeinschaft Muttersprache in Österreich Graz
Postfach 2
8045 Graz
https://ig-muttersprache.at

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