Hugo Wiener

Die falsche Besetzung

Hugo Wiener (* 16.2.1904 in Wien; † 14. Mai 1993 ebenda) war ein österreichischer Komponist, Librettist, Chanson-, Kabarett-, Drehbuch- und Bühnen-Autor sowie Pianist. Von 1937 bis 1945 war er in Kolumbien im Exil. Nach seiner Rückkehr war er neben Karl Farkas Autor im Kabarett Simpl, bis er sich im Streit von Farkas und dem Simpl trennte. Er schrieb und komponierte berühmte Chansons für seine Gattin Cissy Kraner, wie bspw.: „Aber der Nowak läßt mich nicht verkommen“ oder „Der Vorderzahn“.

Hugo Wiener schrieb einmal ein Kabarettprogramm für den ORF. Für eine der Rollen, die des Gottes Amor, wurde die fesche junge Schauspielerin Christl Erber genommen. Sie steckte in einer hautengen Lederhose. Und mit den Hosenträgern, die gerade noch so über ihren Busen gingen, daß gerade noch irgendwie irgendwas verdeckten, sah sie eigentlich ziemlich sexy aus.
Als jedoch Hugo Wiener zu den Dreharbeiten kam, wurde der sonst fröhliche Autor immer grantiger und übellauniger. Dann fragte ihn Christl Erber einfach einmal: „Herr Wiener, gefalle ich Ihnen den gar nicht in dem Sketch?“
Und Hugo Wiener antwortete: „Also Sie können ja gar nichts dafür, aber die Rolle hab ich eigentlich für den Hugo Gottschlich geschrieben!“

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