Günther Nenning

Die Deutungshoheit

Günther Nenning (* 23. Dezember 1921 in Wien; † 14. Mai 2006 in Waidring, Tirol) war ein österreichischer Journalist, Autor, Politiker und Religionswissenschaftler. Von 1948 bis 1958 Redakteur der Tageszeitung „Neue Zeit“. Ab 1958 als Redakteur und ab 1959 auch als Mitherausgeber der Zeitschrift FORVM. Er war 1960 Vorsitzender der Journalistengewerkschaft. Nach seinem aktiven Engagement während der Gründungsphase der linksradikalen Grünen-Vorgängerpartei ALÖ wurde Nenning aus der SPÖ ausgeschlossen. Er engagierte sich in Umweltbelangen und lebte als freier Journalist und Autor in Wien und seiner Wahlheimat Tirol.

Nenning war federführend beim Protest gegen das Kraftwerk in der Hainburger Au und wurde nach seinem Engagement bei den linksgrünen Splittergruppen aus dem ÖGB und der SPÖ geworfen.
Nenning war zutiefst gekränkt und attackierte die Parteispitze der SPÖ auf das Heftigste. Vor allem mit ideologischen Argumenten versuchte er sich als weltanschauliches Opfer mit Haltung einer weltanschaulich beliebigen SPÖ hinzustellen. Er trieb dies so weit, daß man eines Tages im Kurier las:
„Ans is ma net ganz klar: Hat jetzt die SPÖ den Nenning oder der Nenning die SPÖ aus der sozialistischen Bewegung ausgeschlossen?“

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