
Wir haben an alle zur Landtagswahl antretenden Parteien gleichlautende Fragen gesandt und präsentieren nun die jeweiligen Antworten.
1. Die Energiepreise befeuern die Inflation und machen das Leben bald unerschwinglich. Ein Teil dieser Teuerung ist das Resultat der mehrheitlich von den Österreichern abgelehnten EU-Sanktionen. Was würden Sie als Teil einer Landesregierung unternehmen, um die Bundesregierung zu einer Abkehr vom derzeit beschrittenen Weg zu bewegen?
Als einzige in Tirol nur landespolitisch vertretene Partei versuchen wir uns mit vollem Einsatz darum zu kümmern, was wir in Tirol auch selbst in der Hand haben. Bei den Energiepreisen haben wir in Tirol viele Hebel, die wir in Bewegung setzen können, um die Menschen zu entlasten. Die Liste Fritz hat beantragt, dass auf jedes geeignete Dach eines öffentlichen Gebäudes eine Photovoltaikanlage kommt. Mittel- und langfristig müssen wir in Tirol von fossilen Energieträgern wegkommen. Dafür braucht es Förder- und Unterstützungsprogramme und einen Energiemix. Neben dem Photovoltaikausbau können das da und dort Windkraftanlagen und Trinkwasserkraftwerke in den Gemeinden als sinnvolle Ergänzung sein.
2. Auch die legale, wie auch illegale Migration ist wieder ein verstärktes Thema geworden. Welche Maßnahmen würden Sie als Regierungspartei in Tirol setzen, um dieser Aufgabe Herr zu werden?
Wir sind überzeugt, dass wir den Menschen, die in Tirol bleiben können, zu einem selbständigen Leben verhelfen müssen. Daher schlagen wir vor, professionell und flächendeckend die Kompetenzen der nach Tirol kommenden Asylwerber zu erheben. Wer hat welche Schulbildung, welche Ausbildung und Berufserfahrung? Derzeit wird das da und dort erhoben, aber ohne Plan und Konzept. Nach dieser Kompetenzerhebung können wir zielgerichtet und punktgenau feststellen, wer welche Aus- und Weiterbildungen, welchen Schul- und Berufsabschluss und welche Zusatzqualifikation braucht. Alle Flüchtlinge, die wir dadurch in den Arbeitsprozess bringen, können dann selbst für sich sorgen. Derzeit bekommen Flüchtlinge in Tirol drei Stunden Deutschunterricht pro Woche! Das ist viel zu wenig, um eine für sie fremde Sprache zu lernen. Daher wollen wir drei Stunden Deutschunterricht pro Tag, fünf Mal die Woche, möglich machen. Zudem sollen Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen, drei Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. In der Gemeinde, in Vereinen, in sozialen Einrichtungen, dort, wo sie gebraucht werden. Davon profitieren alle: die Flüchtlinge, die eine Beschäftigung haben und sich wertgeschätzt fühlen, die Einheimischen, die sehen, dass die Menschen etwas leisten und zurückgeben wollen.
3. Wohnraum ist – speziell in Innsbruck – für den „kleinen“ oder durchschnittlichen Verdiener kaum mehr leistbar. Welche Maßnahmen wollen Sie gegen allfällige weitere Überhitzungen am Wohnungsmarkt setzen?
Seit Jahren bauen wir zu viel für Investoren und Spekulanten statt für Einheimische. Eine Bedarfserhebung und Bedarfsplanung sollen dem entgegenwirken. Wir wollen Freizeitwohnsitze absolut verbieten, sanft Nachverdichten, indem wir z.B. Supermärkte und Parkplätze überbauen, und bereits gewidmetes Bauland endlich mobilisieren. Wohnen ist ein Grundrecht, damit gehört nicht spekuliert. Auch die Agrargemeinschaftsgründe gehören rückübertragen.
4. Welche Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen beabsichtigen Sie zu setzen?
Im Tourismus, in der Pflege und in anderen Branchen müssen wir an einer Attraktivierung und verbesserten Rahmenbedingungen arbeiten. Für anerkannte Flüchtlinge würden wir den Arbeitsmarkt bei Mangelberufen öffnen, vor allem für die Lehrlingsausbildung.

Titel-/Vorschaubild / Spitzenkandidaten: screenshot listefritz.at