Karl Lueger

Schilderwald

Karl Lueger (* 24.10.1844 in Wieden (heute Wien); † 10.3.1910 in Wien) war Jurist, Politiker und von 1897 bis 1910 Wiener Bürgermeister. Lueger studierte Rechtswissenschaften und praktizierte ab 1874 als Rechtsanwalt vor allem für die „kleinen Leute“ in seinem Bezirk. 1875 kam er in den Wiener Gemeinderat, in dem er mit einer Unterbrechung 1878 bis 1910 angehörte. Von 1885 bis 1891 war er im Reichstag und 1897 bis 1910 Bürgermeister der Stadt Wien. Unter seiner Leitung wurde Wien zur modernen Großstadt entwickelt. Zahlreiche Großprojekte wie die 2. Hochquellwasserleitung, Kommunalisierung der Elektrizitäts- und Gasversorgung, die Straßenbahnen, wie soziale Einrichtungen und Krankenhäuser wurden unter Luegers Federführung umgesetzt. Dem heute oft geäußerten Vorwurf des Antisemitismus sollte man entgegenhalten, daß es gerade der bekannte Wiener jüdische Bankier Rothschield war, der nach Luegers Tod die größte Spende für die Errichtung des Lueger-Denkmals entrichtete.

Dr. Lueger war nicht nur ein sehr aktiver und umtriebiger Bürgermeister, sondern auch ein selbstbewußter Politiker. Alles, was unter seiner Regierung, in seinem Auftrag errichtet, angelegt, erbaut oder gegründet wurde, wurde mit einem Hinweisschild auf seine Verantwortung versehen. So liest man Luegers Namen auch heute noch auf Gedenktafeln in Parks, auf Häusern oder Brücken, …
Und als im Tiergarten Schönbrunn ein Elefantenbaby geworfen wurde, veranlaßte dieser Umstand seinerzeit ein Witzblatt dazu eine Karikatur zu veröffentlichen, die einen Elefantenkäfig mit folgender Aufschrift zeigte:
„Geworfen unter Bürgermeister Dr. Karl Lueger.“






Beitragsbild / Gedenkstein: wikimedia / Gugerell / cc0 1.0

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