Sinn, Unsinn und Sinnlosigkeit

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Einen hochgradig philosophischen geistigen Erguß läßt der heutige Titel erahnen, vielleicht sogar erhoffen. Doch müssen wir Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, sofort enttäuschen. Unser heutiger Beitrag behandelt wieder einmal die Vorgänge in der österreichischen Politik, allen voran der Regierungspolitik, samt dazugehöriger Auswüchse. Hier geistige Höhenflüge zu erwarten, wäre ohnehin unangebracht.

Seit heute wird nun geimpft. Ältere Damen und Herren, die sichtlich nervös waren, bekamen ihre erste Impfdosis (von zwei notwendigen) in den Oberarm verpaßt. Die Univ. Prof. Dr. Wiedermann-Schmidt führte die Behandlung durch, Dr. Szekeres, der Präsident der Ärztekammer assistiert und ein Studienabbrecher überwacht gemeinsam mit einem Volksschullehrer das Geschehen. Jaja… Es ist ein billiger und ausgelutschter Schmäh, Gesundheitsminister Anschober als Volksschullehrer und Bundeskanzler Kurz als Studienabbrecher zu bezeichnen, aber es ist notwendig, um das massive Ausbildungsgefälle darzustellen. Ein Mensch ohne jede Berufsausbildung kommandiert gemeinsam mit einem Volksschullehrer, der vor 30 Jahren das letzte Mal seinem Beruf nachging, einen Staat, seine Einrichtungen während einer Krisenzeit. Die meßbaren Resultate sind ein vernichtendes Zeugnis für die beiden und ihre Kolleginnen und Kollegen in der Bundesregierung.



Nur, um es vorweg noch einmal ins Gedächtnis zu rufen:
Im Februar und der ersten Märzhälfte 2020 kamen wiederholte Aufforderungen der Oppositionsparteien – am lautstärksten damals von den Blauen – umgehend etwas gegen die bereits auf Europa übergeschwappte COVID-19-Pandemie zu unternehmen. Vorübergehende Grenzkontrollen mit Sanitätsteams (zum Feststellen von Krankheitssymptomen), ja nötigenfalls Grenzschließungen, wie das sofortige Hochfahren der Notfallkapazitäten und das Anschaffen notwendiger Schutzausrüstungen und Labormaterialien wurden gefordert. Der Gesundheitsminister äußerte sich dazu mit den berühmten Worten „Ein Virus kennt keine Grenzen!“. Aus dem Umfeld des Kanzlers wurden untergriffige Kommentare wahrgenommen, in denen man die oppositionellen Forderer als Verschwörungstheoretiker bezeichnete.
Nun haben wir das Gedächtnis wieder etwas aufgefrischt und betrachten mit diesem Wissen den Schlagabtausch zwischen dem FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl und dem Bundeskanzler Sebastian Kurz während der Nationalratssitzung vor Weihnachten: Kickl warf dem Kanzler, dem Gesundheitsminister, ja überhaupt allen verantwortlichen Personen vor, mit einer vollkommen überzogenen Angst- und Panikmache die Menschen zu verunsichern, die Gesellschaft zu spalten, über ein Hintertürchen Zwangstests und nach Möglichkeit auch eine Impfpflicht einzuführen. Nachdem der Verfassungsgerichtshof schon unzählige Regierungsanordnungen wieder aufheben mußte, weil sie schlicht und ergreifend gegen österreichisches Recht verstießen, bleiben die Regierenden auf ihrer Linie und versuchen weiterhin, die Österreicher in ihren Rechten zu beschneiden. Weder die Tests haben einen tatsächlichen Sinn, noch ist die Impfung, für die das herstellende Unternehmen jegliche Verantwortung und Haftung ablehnt, eine vernünftige und den Bürgern ansatzweise zumutbare Lösung. So, allerdings in heftigerem Tonfall, war der einer Anklageschrift ähnelnde Inhalt von Kickls Rede. Und als Kickl den Begriff „Unsinn“ in Richtung der Regierung und ihrer Maßnahmen aussprach, wurde er gar von der zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures unterbrochen. Sie meinte, daß dieser Begriff die Würde des Hauses verletze und forderte die Rücknahme. Eine Rücknahme unterblieb. Kickl kassierte einen Ordnungsruf. Der österreichische Parlamentarismus und die Redefreiheit erhielten einen boshaften und gefährlichen Tiefschlag durch die Vorgangsweise der SPÖ-Nationalratspräsidentin. Der erste Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hätte es nicht schlimmer machen können.



Bundeskanzler Kurz‘ Antwort ließ den geneigten Zuseher der Nationalratsdebatte in Anbetracht der (von uns kurz im Gedächtnis aufgefrischten) Faktenlage staunend verstummen: Er warf Kickl vor, es wäre unverantwortlich, so zu tun, als gäbe es kein Corona-Virus.
Unterstützt wurde Kurz vom grünen Vizekanzler Kogler, der Kickl als „Aerosolschleuder“ und sozusagen parlamentarischen Superspreader hinstellte.
Inwiefern diese Aussagen mit der Würde des Hauses vereinbar waren, wurde nicht bekannt gegeben.



In unserem letzten Wochenkommentar des Jahres 2020 versuchen wir noch ganz kurz zusammenzufassen:
Seit Anfang dieses Jahres haben wir eine Regierung, die weder fähig, noch willens ist, die Herausforderungen mit faktenbasierten Überlegungen und Entscheidungen anzugehen. COVID-19 ist das Problem des Jahres, doch wird es nach den Regierungsmaßnahmen zum Problem kommender Jahre, vielleicht Jahrzehnte werden. Nach wie vor werden Zahlen als Basis herangezogen, die von unbrauchbaren Test stammen, da diese auf COVID-19 genauso ansprechen, wie auf diverse Grippe-Virenstämme oder andere Corona-Viren. Nach wie vor werden bei den Sterbezahlen die mit COVID-19 verstorbenen Personen mit den an COVID-19 verstorbenen Personen in einen Topf geworfen. Nach wie vor werden nicht die Krankenhäuser und Arztpraxen gestärkt. Nach wie vor sind in den Pflegeeinrichtungen nicht genügend Schutzausrüstungen. Nach wie vor werden Anschaffungen getätigt, die nach kurzer Betrachtung vollkommen überteuert sind, aber immer einem Unternehmen mit irgendeinem ÖVP-Bezug gutes Geschäft bringen. Nach wie vor werden die Österreicher mit einer komplett wahrheitswidrigen und realitätsfremden Angst-Kampagne über die Medien bombardiert. Nach wie vor werden die Bürger vor die vollkommen unsinnige und niederträchtige Wahl „Freiheit oder Sicherheit“ gestellt. Nach wie vor…
Die Liste ließe sich sehr lange fortsetzen.



Wir verabschieden uns für dieses Jahr von Ihnen und wünschen einen angenehmen Sonntag und einen schönen Jahreswechsel in harter Zeit.
Bleiben Sie uns auch 2021 gewogen!
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