Kaiserin Zita

Augen zu

Zita Maria delle Grazie Habsburg-Lothringen, geb. von Bourbon-Parma (* 9.5.1892 in Camaiore (Ortsteil Capezzano Pianore), Italien, als Zita Maria delle Grazie Adelgonda Micaela Raffaela Gabriella Giuseppina Antonia Luisa Agnese; † 14.3.1989 in Zizers, Schweiz), war als Ehefrau Karls I./IV. von 1916 bis 1918 letzte Kaiserin (Kaisergattin) von Österreich und bis 1921 Apostolische Königin (Königsgattin) von Ungarn. Nach dem Versuch, gemeinsam mit ihrem Gatten den Thron wieder zu erlangen, wurde sie 1921 verbannt. Nach dem Tod ihres Gatten 1922 lebte sie im Baskenland, Belgien und Kanada. Zuletzt zog sie sich 1962 ins St. Johannes-Stift in schweizerischen Zizers zurück.



Nach den gescheiterten und für alle beteiligten Seiten peinlichen Restaurationsversuchen von Ziza und ihrem Gatten Karl waren sie aus Österreich verbannt worden. Das absolute Minimum, das man von den Habsburgern verlangte, war ein Thronverzicht.
Als Zita bereits 90 Jahre alt war, hatte sie einerseits große Sehnsucht nach ihrer alten Heimat, wollte sie unbedingt zu Lebzeiten noch einmal nach Österreich, allerdings wollte sie andererseits auf keinen Fall einen Thronverzicht erklären. Um ihrem Wunsch gerecht zu werden hätte man das Habsburgergesetz ändern müssen. Also kam der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky auf die Idee, das „Problem“ österreichisch zu lösen. Schließlich war es denkunmöglich, daß durch die bloße Anwesenheit der ehemaligen letzten Kaiserin die Republik gefährdet würde. Er schlug vor: „Also gut, wir geben ihr ein Durchreisevisum. Und kaner wird nachschauen, ob ’s a dableibt.“

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