Oskar Sima

Unmutsäußerung

Oskar Michael Sima (* 31.7.1896 in Hohenau, Österreich-Ungarn; † 24.6.1969 in Langenzersdorf, Niederösterreich) war ein österreichischer Theater- und Filmschauspieler.
Er debütierte an den Wiener Volksbühnen. Danach hatte er Engagements am Deutschen Theater in Prag, den Reinhardt-Bühnen in Berlin, sowie dem Volkstheater in Wien. Nach dem zweiten Weltkrieg spielte er auch am Burgtheater. Er wirkte in 128 Filmen mit. Oft waren es Komödien.



Viele Filme nach dem zweiten Krieg drehte Oskar Sima mit Geza von Cziffras. Sie waren sich in einer Sache sehr ähnlich: Sie wollten den jeweiligen Film schnell drehen. Ein, vielleicht zwei Takes pro Szene mußten genügen.
Einmal rief ihm von Cziffra zu: „Oskar, die nächsten fünf Seiten drehen wir in einem durch. Du bist sicher studiert.“ Von Cziffra meinte damit, daß Sima sicher gut vorbereitet und textsicher wäre, womit er sich in diesem Falle irrte. Sima war erst an diesem Morgen vom Drehort zu einem anderen Film, an dem er zeitgleich arbeitete, angereist. Nur mäßig vorbereitet ging Sima vor die Kamera. Immer wieder blieb er im Text hängen, vergaß dieses und jenes. Ein Jammer. Von Cziffra war kurz vorm Explodieren vor Wut, Simas Laune war auf dem Tiefpunkt. Nach dem 12. Versuch klappte es dann endlich. Alle atmeten durch, waren zufrieden, bis die Stimme des Tonmeisters aus dem Hintergrund die Freude wieder abdrehte, „weil bei den letzten Worten vom Herrn Sima leider ein Flugzeug so nah an uns vorbei geflogen ist, daß wir die Geräusche von dem Flieger drauf haben.“
Sima platzte der Kragen und er schrie: „Der Tiefflieger kann mich kreuzweise am Arsch lecken!“
Der Tontechniker antwortete: „Entschuldigung, Herr Sima, aber so tief ist er wieder nicht geflogen.“

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