Hugo Haas

Konkrete Rollenvorstellung

Hugo Haas (geboren am 19.2.1901 in Brünn, Österreich-Ungarn; gestorben am 1.12.1968 in Wien) war ein österreichisch-tschechischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Seine Karriere begann Haas als Autor von Komödien, bei denen er oft auch selbst mitspielte. 1939 emigrierte er auf der Flucht vor den Nationalsozialisten über Spanien und Portugal in die USA, wo er noch bis in die 1960er tätig war.



1947 wurde Bert Brechts „Leben des Galilei“ in Los Angeles aufgeführt. Hugo Haas spielte dabei ungeachtet seiner jüdischen Herkunft Papst Urban VIII., der Galilei bekanntlich den Prozess machte. Die stattliche Erscheinung, das eindrucksvolle Spiel ließ die Besucher und Kritiker Lobeshymnen auf Hugo Haas als Papst singen.
Jahre später, wieder in Wien, bat ihn Gerhard Bronner in einem von Fritz Eckhardt geschriebenen und von ihm inszenierten Lustspiel namens „Das heiße Eisen“ am Kärntnertortheater eine Rolle zu übernehmen. Haas wollte wissen, um welche Rolle es sich denn handeln würde, und als ihm Bronner erklärte, er solle eine jüdischen Journalisten spielen, schüttelte Haas nur den Kopf und meinte: „Tut mir leid! Ich spiele nur Päpste!“



Titel-/Vorschaubild: gemeinfrei in den USA / allfälliger Rechteinhaber nicht bekannt / Quelle: wikimedia

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