Clemens Holzmeister

Gesundes Selbstvertrauen

Clemens Holzmeister (* 27.3.1886 in Fulpmes, Tirol; † 12.6.1983 in Hallein, Salzburg) war ein österreichischer Architekt, der u.a. in Österreich, Deutschland, der Türkei und Brasilien tätig war. Er war Vater der Schauspielerin Judith Holzmeister, unterrichtete an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und Düsseldorf. Er konzipierte den Salzburger Festspielbezirk, das Wiener Funkhaus, und plante und leitete die Errichtung des Regierungsbezirks in der damals neuen türkischen Hauptstadt Ankara in den 1920er und 1930er Jahren.

Bescheidenheit war nie eine seiner hervorragendsten Eigenschaften, was ihm einerseits große Aufträge, andererseits auch jede Menge an Kritikern, Neidern und Gegnern einbrachte.



Der damalige Staatspräsident Atatürk hatte weltweit seine Botschafter beauftragt, die besten Architekten für das Projekt zur Errichtung des Regierungsviertels in Ankara zu suchen. Und so wandte sich der türkische Botschafter an den Rektor der Akademie der der Bildenden Künste Clemens Holzmeister und fragte ihn: „Magnifizienz, bitte nennen Sie mir den bedeutendsten Architekten der Gegenwart!“ Darauf soll Holzmeister erwiedert haben: „Exzellenz! Sie haben Glück – er steht vor Ihnen!“
Der selbstbewußte Auftritt und seine tatsächlichen Qualitäten brachten ihm dann tatsächlich diesen Auftrag ein. Die Neider unter den Kollegen geiferten und spuckten Gift und Galle! Und all die ersten Pläne Holzmeisters zu diesem Megaprojekt veröffentlicht wurden, stichelten sie: „Der Holzmeister ist Wiens Vergeltung für beide Türkenbelagerungen!“

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