Die Herrschaft der Ungebildeten

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Es gäbe genug wirklich wichtige Themen, über die es sich zu kommentieren lohnen würde, genug wichtige Themen, über die man sich Gedanken machen sollte. Was tun gegen die Arbeitslosigkeit, für die übel mißhandelte Wirtschaft, gegen die Kriminalität, … Die Vorgänge im „Ibiza“-U-Ausschuß, die eigentlich selbst schon genügend Stoff für einen eigenen U-Ausschuß liefern würden, …
Themen über Themen, über die man sich ernsthaft den Kopf zerbrechen könnte und sollte.

Aber die westliche Welt, Europa, und auch Österreich werden von der faktisch komplett unerheblichen Causa rund um den bei einem Polizeieinsatz zu Tode gekommenen George Floyd in Atem gehalten. Die Sache ist ein Kriminalfall, ein Fall für Ermittlungsbehörden und Gerichte, nicht für Talk-Shows, politische Wirrköpfe und Extremisten! Man hat einen mit Sicherheit schlimmen und tragischen Fall den dummen und bösartigen Politkriminellen der Linken überlassen und spielt nun auch noch deren Spiel mit. All das natürlich mit katastrophalen Auswirkungen.



Wo soll man nur anfangen bei der Analyse dieser verkorksten Problematik? Am besten bei den lautstarken Protagonisten dieses sogenannten „Protests“. Es sind scheinbar Universalgenies. Noch vor einem Jahr konnten sie die Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels nicht schnell genug umgesetzt sehen. Naturwissenschaftliche Realitäten und ökonomische Bedürfnisse kümmerten sie dabei recht wenig. Bis vor wenigen Wochen waren diese Damen und Herren (und alle anderen ca. 50 geschlechtsspezifische Bezeichnungen) die ultimativen Spezialisten im Bereich der Corona-Pandemie. – Egal in welche Richtung: Zu wenig Lock-Down, oder zu viel Reglementierung… Alle Ansichten wurden vertreten, solange sie nur eines waren: Radikal! Vernünftiges Mittelmaß, Geduld und akribische Beobachtung von Situationen, um dann rasch auf Fehlentwicklungen reagieren zu können, liegen diesen „Spezialisten für eh fast alles“ komplett fern. Die selbsternannte linke Bildungselite, ganze Divisionen an Theaterwissenschaftlern, Sozial- und Waldpädagogen, sowie Politologen einigten sich auf eine gemeinsame Sichtweise und beschimpften und ächteten die Fachleute der einzelnen Themenbereiche. Und so kommt es, daß bspw. ein weltweit anerkannter Epidemologe medial als Coronaleugner geächtet und gescholten wird, während der Absolvent mehrerer Erste Hilfe-Kurse als vertrauenswürdiger Heilsbringer dargestellt wird. – Soweit das Thema…



Es ist ein Bildungsproblem. Eine politisch radikale Minderheit beeinflußt lautstark, was gelehrt werden darf und wer unterrichten darf. In der universitären Forschung und Lehre wird beinahe jeder Vortragende oder Lehrende massiv attackiert, wenn er nicht im weltanschaulich engen Korridor der Linken beheimatet ist. Nicht mehr das Wissen und die Leistung, sondern die politische Linie sind ausschlaggebend. Und so gibt es weltweit immer mehr Studenten, die eine Lehrveranstaltung – bspw. im naturwissenschaftlichen Bereich – bei dem von zwei Geschlechtern ausgegangen wird, nicht nur boykottieren, sondern auch stören. Gleiches Phänomen gibt es bei den Geschichtswissenschaften. Wenn etwas nicht in den Kram paßt, wird es verhindert, oder zumindest gestört. Auch in Österreich haben wir wiederholt dieses Problem. Im Ernstfall werfen die „Aktivisten“ und „kritischen Studierenden“, wie sich diese kleinen Nachwuchsstalins gerne bezeichnen lassen, den Vortragenden NS-Gedankengut vor. Der Vorwurf kann gar nicht absurd genug sein, man zieht ihn durch.



Aus dieser von der radikalen Linken seit ihrem Marsch durch die Institutionen verursachten Bildungsmisere resultieren dann so schwachsinnige Vorwürfe gegen Personen, die vor über 200 Jahren lebten, wie daß selbige „Sklavenhändler“, oder zumindest Rassisten gewesen wären. Und im Zuge dieser Anschüttungen und geschichtsvergessenen Umdeutung von historischen Personen werden dann Denkmäler beschmiert, beschädigt, oder gleich zerstört. Dies nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. – Als besonderes Zeichen der Unbildung sei genannt, daß ANTIFA- und „Black Lives Matter“-Randalierer das Denkmal des 54. Massachusetts Regiments massiv beschmierten und beschädigten. – Dieses Regiment war die zweite Freiwilligen-Einheit von Afroamerikanern im Bürgerkrieg. Nur so nebenbei… Auch Winston Churchill wurde zwischenzeitig als Rassist diffamiert und sein Denkmal beschmiert. In Wien hat man das Denkmal vom früheren Bürgermeister Lueger im Visier. Ein Antisemit soll er gewesen sein. Ein wenig Beschäftigung mit der Person, dem Politiker und dem Bürgermeister Lueger im Zusammenhang mit der Zeit seines Wirkens entlarvt die Vorwürfe als absurden aber bösartigen Schwachsinn.



Doch gibt es tatsächlich Gedenkstätten und Denkmäler, die durchaus einer Bereinigung bedürfen: Ein bissiger, rücksichtsloser Haßprediger seiner Zeit bezeichnete einen Kollegen in Politik und Philosophie als „verniggerten Juden“. Niemand geringerer als der Säulenheilige der heute so fleißig demonstrierenden Linken, Karl Marx rülpste diese Beschreibung über den Mitbegründer der Sozialdemokratie, Ferdinand Lassale. Ein anderer besonderer Rassist, dem man sogar Poster und T-Shirts widmete, war der kommunistische Massenmörder Che Guevara, dem man ebenfalls in Wien ein Denkmal widmet. Wo bleiben hier die linken Wünsche nach Entfernung?



Ein kaum faßbares Problem liegt nach wie vor in der widerspruchslosen, ja zustimmenden Hinnahme haltloser und unsinniger Unterstellungen und Vorwürfe. Und all dies bar jeder Vernunft, obwohl man es besser wüßte: Zuerst der Vorwurf des „strukturellen“ und „institutionalisierten Rassismus“ in den USA, oder auch in Österreich. In Anbetracht des Anteils an farbigen (Darf man das so überhaupt schreiben?) Menschen in den Führungsebenen von Politik und Kultur in den USA zeigt sich der Unfug in deutlicher Weise. Die USA hatten einen afrostämmigen Präsidenten über zwei Perioden. Der Vorwurf ist blanker Unfug. Und in Österreich gibt es genausowenig „institutionalisierten Rassismus“. Schließlich würde dies doch bedeuten, daß es eine entsprechende Gesetzgebung zur Benachteiligung bestimmter Rassen gäbe, oder zumindest gesellschaftlicher Konsens darüber herrsche, daß man diese oder jene Menschen mit bestimmter Herkunft schlechter behandle. All das trifft nicht zu. Das Gegenteil ist der Fall!



Wenn die vorgeblich so um das Wohl der Menschen besorgten Linken etwas ändern wollen, Sklavenhandel bekämpfen, Rassismus auslöschen wollen, kann man ihnen empfehlen, dort hin zu gehen, wo es das heute tatsächlich noch gibt! In von Islamisten kontrollierten Gebieten gibt es Sklavenhandel, in den von linken Diktaturen wie Venezuela, China oder Nordkorea geführten Ländern, gibt es strukturellen Rassismus. Dort haben Angehörige bestimmter Rassen, bestimmter Herkunft, keine Chance. Und wenn man institutionalisierten Antisemitismus sucht, muß man nur in die von Palästinensern kontrollierten Gebiete reisen. – Dafür muß man nicht einmal nach Gaza fliegen. Berlin-Neukölln könnte genügen.



Bildung ist der Schlüßel. Ideologiefreie, qualitätsorientierte Bildung. Doch haben die Genossen augenscheinlich genau damit ein Problem.


Wir wünschen einen schönen Sonntag und eine angenehme Woche!
Und unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!


Foto „Protest“/Transparent bei Uni-Vorlesung © presse-service.at / Presseservice Wien / cc by-nc 4.0


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