Innenpolitische Wochenschau

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Das größte innenpolitische Ereignis scheint – so man den lautesten Schreiern Glauben schenkt – der unermeßliche Skandal gewesen zu sein, Werner Kogler beim Verzehr eines Hamburgers abgelichtet zu haben. Es sei niederträchtig, Politiker in ihrem privaten Bereich so bloßzustellen, wurde rasch festgestellt. Und der Verbreiter des Fotos vom Vizekanzler beim marktführenden Schachtelwirt, der ehem. BZÖ-Mann und jetzt erfolgreiche Politikkommentator Gerald Grosz wurde ob dieser Gemeinheit übel gescholten. – Obwohl… Politiker im Privatbereich? Da war doch irgendetwas? Ganz zu Ende haben unsere Moralfuchteln mit erhobenen Zeigefinger die Sache wohl nicht.

Zur Sache selbst: Aus dem grünen Lager, dem Hr. Kogler nunmal angehört und vorsteht, kommen seit jeher die wüstesten Vorwürfe gegen Großunternehmen wie eben bspw. dem Fleischlaberlbrater McDonald’s. Heuschreckenkapitalisten! Ausbeuter der Angestellten! Umweltverschmutzer und Klimakiller! Und in diesem Sumpf der Anschüttungen gediehen dann groteskere Vorwurfsüberlegungen wie die, ob solche Unternehmen überhaupt Steuern zahlen, ob die verkauften Nahrungsmittel überhaupt „echt“ sind. Der Strudel der bösartigen Dummheit drehte sich schneller… Und jeder, der einen solchen Schachtelwirt beehrt, macht sich der Umweltzerstörung, Ausbeutung der werktättigen Massen, Steuerhinterziehung und natürlich des Klimawandels mitschuldig! Außerdem sollten die Konsumenten mit Strafsteuern belastet werden! So das grüne Narrativ. Nach all diesen pseudomoralischen, klassenkämpferischen und boshaften grünen Wuchteln ist ein grüner Vizekanzler natürlich ein legitimes Fotomotiv! Diese nach Eigenbedarf ausgewechselten grünen Ge- und Verbote müßen viel häufiger an Licht der Öffentlichkeit, viel öfter bloßgestellt werden!


Ebenso peinlich wie Vizekanzlerkoglers kulinarische Doppelmoral ist die inszenierte Solidarität, bei der sich Hinz und Kunz beim Burgermampf ablichten ließen. Mahlzeit!


Und nur um es klar zu stellen: McDonald’s kauft die Zutaten für seine Produkte in Österreich. Keine langen Transportwege belasten die Umweltverträglichkeit der Burger. Der Arbeitgeber McDonald’s genießt (zu Recht) bei seinen Dienstnehmern einen sehr guten Ruf! Man kann dort mit Fleiß und Engagement tatsächlich eine Karriere „vom Tellerwäscher“ in die Führungsetagen machen. Interne Ausbildungen und Schulungsprogramme machen es möglich. Und kein verantwortungsvolles Unternehmen zahlt mehr Steuern als dringend nötig und vorgeschrieben. – Warum auch? Diese Informationen kann man in wenigen Sekunden von der allwissenden Tante google erfragen.



(Zwischendurch das Bild einer schönen Waldlichtung zur Beruhigung.)

Weniger lustig und schmackhaft ging es diese Woche dort zu, wo Bildungsminister Prof. Faßmann das Sagen hat: Die linksextremen Haßkampagnen, unterstützt von der von Zwangsbeiträgen befeuerten ÖH, haben diese Woche traurige Höhepunkte gehabt. Eine Vorlesung von Prof. Lothar Höbelt wurde verhindert, indem über hundert vermummte Linksextremisten die Eingänge zum Vorlesungssaal blockierten und den Hörern den Zutritt verweigerten. Die zu Recht aufgebrachten Studenten, welche die Vorlesung besuchen wollten, wurden mit Eiern beworfen. Die Polizei mußte den Aufruhr beenden. Die Vorlesung wurde abgesagt.


Tags darauf trafen sich Burschenschafter und andere Verbindungsstudenten, wie häufig an einem Mittwoch, auf der Rampe der Wiener Universität. Linksextreme Demonstranten, denen dieses Treffen nicht paßt, attackierten einzelne Teilnehmer dieses Treffens und verprügelten eines ihrer Opfer so sehr, daß er von der Rettung ins Krankenhaus zur Versorgung der Verletzungen gebracht werden mußte. Die Täter wurden im Gebäude der Uni Wien von der Polizei gestellt und wegen schwerer Körperverletzung angezeigt.


Prof. Lothar Höbelt

Die Gründe für diesen Wahnsinn sind so dumm wie unglaublich: Prof. Lothar Höbelt ist definitiv nicht das, was sich der durchschnittlich linksextreme Agitator als Lehrenden an einer Universität vorstellt. Er wirkt in seinen Aussagen bisweilen wertkonservativ, arbeitete wiederholt vor allem in zeitgeschichtlichen Belangen mit der FPÖ zusammen und ist kein Freund einer politisch gefärbten Geschichtsschreibung. Auf die dauernden Störungen und Provokationen bei seinen Lehrveranstaltungen reagierte er mit einer für den Zuseher kaum nachvollziehbaren Gelassenheit. Ruhig ließ er die Störer ihr Programm abziehen und führte dann seine Vorlesungen weiter. Die Störer standen als Deppen da. Das waren und sind sie auch. Doch nun wird Prof. Höbelt ernsthaft „Holocaustverharmlosung“ vorgeworfen! – Immerhin ein Straftatbestand, der einer exponierten Person wie Prof. Höbelt eine langjährige Haftstrafe einbringen würde. – Auf Nachfrage bei seinen Hörern wird schnell klar, wie viel Wahrheitsgehalt in den ungeheuren Vorwürfen liegt: NULL! Dies ist höchstwahrscheinlich auch der Grund, warum die vermummten Politkriminellen lieber selbst tätig wurden und werden, statt eine ordentliche Anzeige gegen den angeblichen Wiederbetätiger zu erstatten. Die Verleumder würden entlarvt werden.


Die Universitäten in Österreich sind zum Agitationsfeld linksextremer, demokratie- und verfassungsfeindlicher Gruppen geworden. Nichtlinke oder gar rechte Studenten müßen um ihre körperliche Unversehrtheit bangen, Vorlesungen werden aus rein politischem Kalkül mit ungeheurer krimineller Energie verhindert. Die ÖH, die nur durch Zwangsmitgliedschaften bestehen kann, unterstützt diese Vorgänge durch ihr dauerndes Verharmlosen und Unterstützen der Verleumdungskampagne. Und der Minister schaut zu.

In nächster Zeit stehen das Kopftuchverbot für Mädchen bis 14 Jahre und für Lehrerinnen am Programm. Stückweise will man die Symbole des politischen Islams aus den Schulen bringen. Wie sich hier die grünen Regierungsmitglieder verhalten, wird interessant zu beobachten. Eine Parlamentssitzung kommende Woche steht am Programm. Langsam finden die Protagonisten der österreichischen Innenpolitik in ihre Rollen. Man munitioniert schon tüchtig auf und wetzt die argumentativen Messer.


Es bleibt spannend!





Bilder:
Prof. Lothar Höbelt: screenshot youtube

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.