Stimmungsvoll durch den Advent

Mit der Mariazellerbahn zu einem der schönsten Adventmärkte Österreichs

In Mariazell steht nicht nur die bedeutendste Wallfahrtskirche Österreichs, alljährlich öffnet auch der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt hier seine Pforten. So wird auch heuer wieder an den Adventwochenenden ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben den zahlreichen Konzerten und Lesungen gibt es Adventwanderungen der Naturfreunde Mariazell, einen ORF-Frühschoppen und einen Bastelnachmittag für die jüngeren Marktbesucher. Das detaillierte Programm können Interessierte unter www.mariazeller-advent.at im Internet abrufen. In jedem Fall sollte man auch der weltberühmten Basilika einen Besuch abstatten.



Die Geschichte der Wallfahrt geht zurück ins Mittelalter, eine gotische Kirche entstand im 14. Jahrhundert. Im Zuge der Barockisierung wurden neben dem von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfenen Hochaltar auch die beiden, den gotischen Kirchturm flankierenden barocken Türme errichtet, die der Fassade der Wallfahrtskirche ihr einzigartiges Erscheinungsbild verleihen. Das berühmte hölzerne spätromanische Mariengnadenbild, die „Magna Mater Austriae“, befindet sich in der sogenannten Gnadenkapelle.

Wer auch die Anreise nach Mariazell zu einem Erlebnis gestalten möchte, kann dies mit der Mariazellerbahn tun – einer der ältesten Gebirgsschmalspurbahnen der Welt. Aufgrund der Bedeutung Mariazells als Wallfahrtsort gab es schon Mitte des 19. Jahrhunderts erste Überlegungen zu einer Zugverbindung zwischen St. Pölten und Mariazell, wegen des schwierigen Terrains sollte die Ausführung als Schmalspurbahn erfolgen.



Bei der Eröffnung, die im Jahr 1898 stattfand, führte die Strecke von St. Pölten bis Kirchberg an der Pielach, die Gesamtstrecke bis Mariazell konnte am 2. Mai 1907 eröffnet werden, die Elektrifizierung erfolgte im Jahr 1911. Heute ist die Mariazellerbahn eine touristische Attraktion, die täglich auf ihrer Strecke durch das Pielachtal und den Nationalpark Ötscher-Tormäuer unterwegs ist. Um den Fahrgästen die Naturschönheiten noch näher zu bringen, wurde 2013 eine neue Zuggarnitur mit dem schönen Namen „Himmelstreppe“ in Betrieb genommen. In den verglasten Panoramawaggons kann man die Reise tatsächlich beinahe wie unter freiem Himmel genießen. Für Nostalgiker werden außerdem Sonderfahrten mit der historischen Garnitur „Ötscherbär“ angeboten.





Titelbild
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