Energiewende 2030 – Industrie ist gefordert

Energiewende 2030
Foto: thinkstock

Kaum ein Thema, das in den letzten Monaten so heiß diskutiert wurde, wie die „Energiewende 2030“. Was aber soll genau bis dahin passieren und welche Strategie verfolgt Österreich?

DIE ENERGIEWENDE ist der Weg in eine Zukunft mit nachhaltigen Energiequellen hin zu einer kohlenstoffarmen Industriegesellschaft. Der Ausbau der Energieeffizienz, der erneuerbaren Energien, der intelligenten Netze sowie der Energiespeicher sind dabei die zentralen Handlungsfelder der Energiewende, denn faktisch hat das Ende der fossil-nuklearen Energie- Ära längst begonnen.

SET-Plan
Der europäische Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) zielt darauf ab, die Entwicklung und den Einsatz klimafreundlicher Technologien rasant zu beschleunigen. Die jährlichen Konferenzen der Europäischen Union widmen sich der Unterstützung bahnbrechender Neuerungen bei sauberen Energietechnologien sowie der innovationspolitischen Dimension der Energiewende innerhalb der EU. Bundesminister Hofer: „Die Energiewende macht Energie zum Wachstumsmarkt des 21. Jahrhunderts. Weltweit wird zum ersten Mal mehr Geld in erneuerbare Energien investiert als in fossile und nukleare. Mehr als die Hälfte unserer Energie stammt bereits aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Wir beabsichtigen, die internationale Sichtbarkeit Österreichs als Energie-Innovationsland zu erhöhen. Deshalb sehen wir es als wichtig an, Forschung und Innovation in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und regionalen Akteuren voranzutreiben.“
Österreich ist im Bereich „Smart Cities“ und „Smart Energy Systems“ sehr aktiv und führend in der Koordination von europäischen Programmen, Initiativen und Leuchtturmprojekten. Die Beteiligung von Akteuren aus dem industriellen Umfeld und ein klares Bekenntnis zu erneuerbarer Energie sind ein weiterer notwendiger Schritt, um die gesetzten Ziele rasch zu erreichen.

Vorzeigeregionen Energie
Praktische und ausgezeichnete Beispiele finden sich auch in der Initiative „Vorzeigeregionen Energie“, die sich zum Ziel gesetzt hat, mit innovativen Energietechnologien aus Österreich zukunftsfähige Lösungen für intelligente, sichere und leistbare Energie zu entwickeln. Die SET-Plan-Konferenz in Wien Ende letzten Jahres war der Auftakt für die Initiative.
NEFI (New Energy for Industry) ist dabei eine von drei Vorzeigeregionen, die CO2-Emissionen der heimischen Industrie reduzieren und 100 Prozent erneuerbare Energien bei gleichzeitiger Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einsetzen will.
NEFI ist ein dynamisches Konsortium mit 100 Partnern aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen, das unter Koordination des AIT Austrian Institute of Technology hier aktiv ist. Gefördert wird NEFI mit einem Budget von 12,2 Millionen Euro durch den Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Nicht alle Initiativen zum Klimaschutz sind ernst zu nehmen!

Greta Thunberg (Foto: CCBY-SA40 Wikipedia)

Schulstreik gegen den Klimawandel

Zur kleinen Ikone wurde die 16jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg, die einen erst landes-, bald grenzübergreifenden Schulstreik zur Bekämpfung des Klimawandels inszenierte. Jeden Freitag wurde, und wird telweise noch, die Schule geschwänzt. Der Idealismus ehrt die Teilnehmer. In Anbetracht der teilweise naturwissenschaftlich unmöglichen Forderungen, sollten die Schüler jedoch keine weitere Minute des Unterrichts versäumen. Dass die kleine Schwedin diese Bekanntheit erlangte, verdankt sie wohl eher dem hohen Bekanntheitsgrad ihrer Eltern und den beteiligten Organisationen, als einer vernünftigen Argumentation ihrer Anliegen.

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